Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
136
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des Landes getragen hat, van wv dicsc Ucbcl bis in die entlcgcnstcn Provinzen sich mitgcthcilt haben. Sein Andenken istverabscheut; man betrachtet ihn wie eine Geißel, deren Gott sichbedient hat, uns zu strafen. Tausend Handlungen der Ungerechtig-keit, ewige Denkmäler seines hiesigen Aufenthaltes (davon dieunglücklichen Folgen noch vorhanden sind) machen uns sein An-denken verhaßt. Ich bin nur das Organ der Ocsicntlichkcit, undich erkläre Ihnen die allgemeinen Gefühle der ganzen Welt.Stellen Sie sich vor, mit welchem Herzen wir die Ankunft einesMannes erwarten, der uns so viel Böses zugefügt hat; stellenSic sich vor, was ich erwarten kann im Falle seiner Ankunft.Er weiß, daß er mich beleidigt hat, und das allein genügt, umihm Haß gegen mich einzuflößen. Wenn also die Nachricht wahrist und wenn er kommt, das heißt mir das Messer an dieKehle setzen und mir unendlichen Kummer machen, ohne irgendeinen Gewinn davon zu haben. Wenn die Nachricht falsch istund wenn er nicht kommt, so betrachte ich dies als ein Zeichender Freundschaft Ihres Hofes und als eine besondere Rücksicht,die man mir erweiset. — Ich habe nicht umhin können, Ihnenüber diesen Gegenstand mein Herz zu öffnen, und ich bin über-zeugt, mein theurer Fürst, daß Sie davon allen Gebrauch machenwerden, den ich erwarten kann. Ich verlasse mich auf Sie, daman ja seine Interessen nicht besser anvertrauen kann, als indemman sie einem aufrichtigen Freunde übergiebt. Und Sie wissengleicher Weise, daß ein Herz, welches auf der rechten Stellesitzt, keinen Freund haben kann, ohne ihn wieder zu lieben undohne ihm gegenüber die Dankbarkeit zu fühlen, welche seine An-hänglichkeit verdient. Urtheilcn Sic daher, mein theurer Fürst,bis zu welchem Grade ich Sic schätze und wie ich mit ganzbesonderer Verehrung bin, mein thcucrstcr Fürst, Ihr trcucstzugcthancr Freund und Vetter

Friedrich."