Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
133
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mitzuthcilcu. Ich erwarte daher den morgigen Tag mit großerUngeduld, der mir das Vergnügen »erschaffen wird, Sic zuschcn und Sic zu versichern, mein thcurer Fürst, von der voll-kommenen Hochachtung und Freundschaft, mit welcher ich alleZeit meines Lebens sein werde, mein sehr thcurer Fürst, Ihrtrcncst ergebener Freund Friedrich."

Diese kurzen Worte lassen bereits ahnen, daß das Freund-schaftsverhältnis; sich durch dcn persönlichen Verkehr intimer ge-staltet hatte, wie denn auch die folgenden Briefe deutlich zu erkennengeben. Der nächste (vom 17. Juli 1735 aus Rupin) sprichtwieder von dem lebhaften, aber vergeblichen Wunsche, zur kaiser-lichen Armee zu gehen. Der Fürst sollte zur Erfüllung bc-hülflich sein. Er lautet:

„Mein theuerster Fürst!

Was meinen inständigsten Bitten, die ich beim Könige ge-macht habe für die Erlaubniß, zur Campagne zu gehen, verweigertworden, was dem Prinzen Eugen, der ihm deshalb geschrieben,verweigert worden, das ist mir endlich um eines Dutzend großerRecruten willen zugestanden worden. Ich habe also die Er-laubniß, mein thcurer Fürst, den Feldzug mitzumachen, aberunter der Bedingung, daß die Armee sich versammelt. Ich bitteSie daher, mir zu schreiben, was Sie davon glauben, und obich mir schmeicheln kann, Sic dort zu schcn oder nicht. WollenSie dann noch die Güte haben, mir die Erlaubniß zu verschaffen,daß ich einen Offizier nach Böhmen schicken darf, um großeRecruten zu machen, denn ohne das gibt es kein Heil. Das istder einzige Weg, welcher übrig bleibt, um zum Ziel zu kommen.Soeben theilt man mir mit, daß der König nach Stettin geht,und daß ich mich ebenfalls dorthin begeben muß. Das ist frei-lich nicht die Campagne, die von der Oder, die ich habe mit-machen wollen, sondern die vom Rheine. Ich weiß nicht, wasaus mir wird. Indessen können Sie überzeugt sein, mein theuerster