— 108 —
Arnim bis zu ihrem Tode im Jahre 1730. In ihren: Testa-mente hatte sie über ihr Vermögen, welches in allem an Capitalicn und Obligationen die Summe von 149,606 Gulden be-trug, in der Weise verfügt, daß ihrer Tochter aus ersterEhe, der Prinzessin Anna Christina von Sachscn-Weißenfcls,66,000 Gulden zufielen, der Rest unter die beiden überlebendenBrüder Wenzel und Einanuel gcthcilt wurde'). Das Vermögendes Vaters, welches nach dessen Tode zur Verthcilung kam, be-trug 161,000 Gulden, ungerechnet das ostfriesische Capital von82,500 Gulden 2). Hierzu kam nun nach dem Testamente desFürsten Hans Adam die Herrschaft Lundenburg, und es wärennoch andere sehr bedeutende Besitzungen aus dem gleichen Testa-mente hinzugekommen, wäre dieses nicht, wie oben erzählt, vonseinem Nachfolger Anton Florian mit Erfolg angegriffen worden.Es ist auch bereits erzählt worden, wie die philippinischen Brüdertheils durch Anton Florian, theils durch dessen Sohn im güt-lichen Vergleich entschädigt wurden, um welche friedlichen Ver-träge wohl dem verständigen und wohlwollenden Entgegenkommendes Fürsten Wenzel und seiner bereitwilligen Resignation dasHauptverdienst gebührt. Dieser mochte dazu umsomehr geneigtsein, als er Schwiegersohn des Fürsten Anton Florian undSchwager seines Nachfolgers wurde. In demselben Jahre, daer heirathete, war es auch, daß er die schöne Herrschaft Rum-burg für die wenig einträglichen Herrschaften im Reich, Schellen-berg und Vaduz, erhielt. Sein Vermögen vermehrte sich weiterdurch den Tod seines Bruders Johann Anton im Jahre 1724,insbesondere aber 1729 durch den Tod seines Oheims Hart-mann, der ein nicht unbeträchtliches Capitalvermögen hinterließ.Fürst Wenzel erhielt davon ein Capital von 77,000 Gulden,das bei dem Fürsten Schwarzenberg stand, und ein zweites von50,000 Gulden in der Wiener Stadtbank nebst dem Hofe zu
0 Liechtenst. Archiv L. k. 1.-) I.. 250.