Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
71
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von Schleswig Holstein, Marie Antonie Gräfin von Czobor,Therese von Savoycn und Marie Dominica Fürstin von Avers-perg. Nach diesem Vergleiche sollten bei dem Fideicommiß allediejenigen Güter verbleiben, welche in oder bei den Primogcniturs-gütern gelegen sind und bis dato nicht von denselben getrenntwaren; von Mobilicn sollte ein jeder Thcil behalten, was erhinwcggeführt habe; Fürst Joseph ließ noch seinerseits alle vonseinem Vater angestrengten Proccssc über die Herrschaften Czcr-nnhor, Aussce u. s. w. fallen >).

Mit den drei Brüdern, Joseph Wenzel, Emmanuel undJohann Anton, schloß noch der Fürst Anton Florian selbst einenVergleich am 20. Mai 1718 ab und zwar unter den Bedingun-gen, daß die drei Brüder auf alle aus dein Testamente ihresOheims erhobenen Ansprüche, mit Ausnahme von Vaduz,Schcllenbcrg nebst dem schwäbischen Capital und der ungarischenHerrschaft Lyptovar, Verzicht leisteten, wogegen Fürst AntonFlorian ihnen gemeinsam eine jährliche Summe von 60,000Gulden zusagte, so gcthcilt, daß der älteste davon 24,000 erhielt,die beiden anderen je 18,0002). Der Vergleich scheint aber den-noch nicht in Ausführung gekommen zu sein, denn Fürst Josephnahm die Sache wieder auf und schloß einen neuen Vergleicham 1. Juni 1722 2). Nach demselben verzichten die drei Brüderauf alle Ansprüche an die Primogenitur, so sie aus dem Testa-mente des Fürsten Hans Adam oder anderen Pactcn herleitenkönnten; sie verzichten (Fürst Johann Anton noch speziell aufdie Herrschaften Lnndskron und Landsbcrg) auf die HerrschaftenButschovitz, Posoritz, Novihrad, wie auf Tyrnan, auf die Häuserzu Brünn, dasjenige ausgenommen, welches Fürst JosephWenzel dermalen in Besitz hat,, und erklären sich einverstandenmit ihrer Einverleibung in die Primogenitur; sie verzichten ans

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