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es frei, ebensowohl nach Catalonicn und Aragon vorzurücken.Diesen Vorschlag hatte er in einem Briefe vom 16. Juni demFürsten Liechtenstein ausführlich mitgctheilt und um seine Unter-stützung ersucht. Ganz ähnlicher Meinung war Lord Pctcrborough.Er hielt die Eroberung Barcelonas für eine sehr schwierigeSache. Der Ort sei fest, von den Franzosen, die seine Wichtig-keit kennten, wohl bewacht und mit hinlänglicher Truppcnmachtversehen, die der ihrigen mindestens gleich sei; die Eroberungdurch eine regelmäßige Belagerung sei langwierig und höchstunwahrscheinlich. Dagegen sei Valencia, Stadt wie Land, vonfeindlichen Truppen entblößt; mit allem Unterhalt, mit Pferdenund Wagen in dem reichen Lande versehen, habe man dennächsten und ungehinderten Weg nach Madrid, wo sich derHerzog von Anjou ebenfalls ohne Truppen befände. Die Folgesei zweifellos der Rückzug Philipps von Madrid nach Catalonicnoder gar nach Frankreich.
Diesen? Plane widersetzten sich nun Karl und die Seinenmit entschiedenster, vielleicht verhängnißvoller Hartnäckigkeit. Karlfühlte sich den treugesinnten Catalnnen allzusehr verpflichtet undhatte auch wohl zu sehr bindende Zusagen gemacht, um nichtzuerst an Catalonicn und die Befreiung seiner Hauptstadt zudenken. Bei dem guten Willen der Bewohner stellte er sich dieSchwierigkeit nicht so groß vor, und er rechnete darauf, bei längerdauerndem Kriege mit Barcelona eine treue Hauptstadt, einensicheren Zufluchtsort zu besitzen. Mit Unterstützung des englischenMinisterresidenten Mr. Crow drang die Ansicht des Königsdurch und der Angriff auf Barcelona wurde beschlossen.
Am 22. August traf die Flotte vor Barcelona ein undam 28. landete der König, von einer Menge herbeigeeiltenVolkes, von Adel und Geistlichkeit bcwillkommt. WesentlicheUnterstützung konnte aber erst nach Eroberung des Landes statt-finden; vorerst blieb die Hülfe, welche das Land bot, auf 1560 Frei-willige beschränkt. Die kleine Armee befand sich nun einergroßen, wohlbcfestigtcn und wohlbcwnchten Stadt gegenüber.