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unbedeutend und spärlich einlaufend, wie er selber klagt, mußtennach dazu verwendet werden. Er vermachte es auch im Jahre1692, für die Bedürfnisse des Staates die Summe van100.000 Gulden vorzustrecken "). Dies läßt erkennen, daß er auchein guter Wirth und Verwalter gewesen und damit gleich deinFürsten Hans Adam wenn nicht Prachtlicbc, dach eine glänzendeRepräsentation zu vereinigen wußte.
Fürst Anton Florian war zuerst allein ohne seine Gemahlinnach Rom gegangen; diese folgte ihm im Jahre 1692. Imfolgenden Jahre 1693, am 6. Novembers, wurde ihm dort einSohn geboren, zu dem er sich in einer Audienz den PapstJnnoccnz selbst als Taufpathcn erbat; dieser willfahrte der Bitte,um dem Fürsten einen Beweis seiner Freundschaft und Achtungzn geben. Die Feierlichkeit wurde in der deutschen Kirche ciol-1'^.ninra, abgehalten, welche kostbar ausgeschmückt worden war,Cardinal Spada, umgeben von scchsunddrcißig Cardinälcn und Prä-laten, hatte dabei die Stelle des heiligen Vaters zu vertreten. DieTnufhnndlung selbst vollzog der Patriarch von Constantinopcl. DerPrinz erhielt die Namen Jnnoccnz Anton Franz Cnjetan; alsPnthcngeschenk überbrachte der Cardinal Spada im Namen desPapstes ein mit Diamanten besetztes Rcliquiarium im Werthcvon 3009 Scudi. Nach der Uebcrgabe desselben ging derCardinal zur fürstlichen Mutter, überreichte auch ihr im Namendes Papstes ein reich geschmücktes Rcliquiarium und vcrthciltcviele Geschenke im fürstlichen Hauses.
So hatten sich während der letzten Jahre seiner Botschaftdie Verhältnisse in Rom freundlicher gestaltet. Der Fürst bliebbis zu Anfang des Jahres 1695 in Rom, obwohl er schon imJahre 1693 die Berufung zu einem neuen und anderen Amtein Wien erhalten hatte. Schon in einem Schreiben vom 19. Oc-tobcr 1693 gratulirt ihm Graf Kolowrat, daß er zur Educa-
') Archiv des Finanzminist.
2) Nach anderen Angaben am 10. Octobcr.
2) Häckelbcrg a. a. O. Ilmalrnm iknrop. XIV. 558.