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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
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Anscbluss der Liefländischen Draohenfels etc.

seinen Söhnen aufgerichteten Leichenstein und erwartet die Aufer-stehung der Todten und das ewige Leben."

Es liegt also dieser Mittheilung eine Grabschrift zum Grunde,die zuverlässige Ueberlieferungen aus dem entfernten Heimathlandemit einigen Verwechselungen und Missverständnissen zu verbindenscheint. Von der grössten "Wichtigkeit ist das, dass der Anschluss desliefländischen Zweiges an das niederrheinische Geschlecht durch dierichtige Angabe der Grossältern väterlicher Seits Philipps von Drachen-fels durch die am Rhein bekannten Personen Heinrich von Drachen-fels und Alveradis von Paland ausser Zweifel gestellt ist. Wenn sichauch durch rheinländische Quellen der Walther, welcher als VaterPhilipps angegeben wird, nicht als ein der Ehe Heinrichs und derAlveradis entsprossener Sohn nachweisen lässt, so muss erwogen wer-den, dass auch eine Veranlassung, seiner dort zu gedenken, fehlte;wenn wir anzunehmen berechtigt sind, dass Walther früh schon seinenVater Heinrich auf der Reise nach Liefland begleitet, und ihn dortbei seinem Landsmann und dem nachmaligen (14941535) HeermeisterWalther von Plettenberg zurückgelassen habe. Ja wir dürfen inunsern Vermuthungen wohl noch einen Schritt weiter gehen; nämlichdass Walther von Plettenberg sich diesen, vielleicht nach ihm Walthergenannten Sohn Heinrichs von Drachenfels, um ihn der LiefländischenRitterschaft einzuverleiben, ausgebeten habe. Der Name Walther warbis dahin dem Drachenfelsschen Geschlechte völlig fremd. Die beidenandern namhaft gemachten Ahnen Philipps dürfen wir wohl als seineGrossältern mütterlicher Seits ansehen, mit der Berichtigung, dass wirals der Anna von Heringen Aeltern einen Ritter Engelbert von Herin-

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gen und Eine von Reimenberg, aus einem dem Siebengebirge benach-barten Edelgeschlechte, zu betrachten haben.

Von des Philipp fünf Söhnen ist bis jetzt mit Sicherheit nur derEine gleichen Namens bekannt geworden, welcher im Jahre 1620 alsbegütertes Mitglied der Curländischen Ritterschaft seine Abstammungvon dem Hause Drachenfels im Erzstifte Cöln eingereicht haben soll(Fahne Cöln. Geschlechter I. 83); ein anderer Sohn dürfte aber wohlder Rudolph von Drachenfels sein, welcher der Begründer des balderloschenen Thüringischen Zweiges wurde.

Wir finden nämlich 1614, zuerst in dem Gefolge der fürstlichenBrüder Johann Ernst des Jüngeren, Friedrichs, Wilhelms und Al-brechts zu Sachsen-Weimar einen Rudolff von Drachenfelss als