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1 (1889) Mich. 1419 - Mich. 1499
Entstehung
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Statt des hierher gehörenden 3. Rektorats des Dr. theol. Michael Cobabus sindzwei Spalten leergelassen mit dem Yermerk:Deficit". Die erste Lücke lässtsich erklären durch den am 12. März 1530 erfolgten Tod des derzeitigen Rektors(seit Ostern 1529) Barthold Moller, bei dessen Ableben keine Listen vorgefundenwurden; für diezweite fehlt ein nachweisbarer Grund. Das Matrikelbuch, welchesspäter mehrfach, zuletzt 1713, durch Anfügung von Blättern vermehrt und neugebunden wurde, ist gleichzeitig mit der Stiftung der Universität angeschafftworden, und zwar auf Kosten des Ratlies der Stadt Rostock, wie eine Pfundzoll-Abrechnung im Rathsarchive beweist. Es heisst da:

1. Witlick zy [dat.] in deii iaren unses Heren 1419 van der hochtit sunte Peterssiner vorhoghinge aver dat gantze iar bot t.or hochtit des sulven sunte Peters indeine 20. iare her Olrilt Everdes unde her Albrecht Klingenberch hebben entfangenvan deme punttollen desse underscreven.

2. Int erste hebben se entfangen van allen puntgelde aver dat gant.ze iar310 mark.

3. Item in deme sulven iare alse vorscreven is hebben se utligegeven desseunderscreven dink:

Item 2 mark Lubescken gudes glieldes und 3 mark Rozstker penninge, summa6 mark 13 Schilling, de worden den boden, de dat Studium vorkun [de] geden.

Item 3 1 /'2 mark vor permint und rotlascli, to bindende unde to to makende2 mark 2 Schilling, vor dat buk, dar de namen der Studenten inne stan,summa 5 mark unde 10 Schilling."

Die Ausstattung ist im Vergleich mit dem prächtigen Aeusseren andererMatrikeln, wie z. B. der Erfurter, sehr einfach und anspruchslos. Der einzigebildliche Schmuck ist ein steifes, wenig künstlerisch in Wasserfarben ausgeführtesBild des Gekreuzigten, welches jetzt auf das sonst leere, 1713 eingefügte Yorsetz-blatt geklebt ist. Blatt 1 trägt auf der unbeschriebenen, wahrscheinlich ursprünglichfür Malerei freigelassenen Vorderseite aufgeklebt dieFormula iuramenti studio-sorum", mit Dietzischen Lettern und Randleisten etwa 1548 auf Pergament gedruckt,in einer gegen die ältesten Statuten etwas geänderten und erweiterten Fassung.Auf der Rückseite von Bl. 1 beginnen die Eintragungen, schmucklos in zweiSpalten geschrieben. Bl. 1112 sind liniirt, zu 35 Zeilen die Seite, Blatt 113 ff.ohne Linien und mit wechselnder Zeilenzahl. Bis in den Anfang des 16. Jahr-hunderts hinein ist immer eine grössere Anzahl von Semestern hintereinander vonderselben Hand geschrieben, nur vereinzelt wechselt die Schrift semesterweise.Der Eintragung in das Buch liegen, wie vorkommende Verschiebungen, Aus-lassungen und Nachträge, sowie die Fassung deutlich erkennen lassen, Auf-zeichnungen der Rektoren, beziehungsweise Yicerektoren, auf losen Blättern zuGrunde. Erst etwa von JL52Ü. an beginnt die eigerdiändige Einschreibung. durchden. Rektor am Ende seiner Amtsdauer Regel zu werden. Es läge am nächsten,