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Im September des Jahres >393 traten die streitenden Parteien mit GrafEberhard von Wirtenberg in Herrenberg zusammen, um eine Ausgleichungherbeizuführen, was aber nicht gelungen zu sepn scheint. ^
Unterdessen war doch zwischen den getrennten Eheleuten wenigstens theilweisein der Art ein Abfinden zu Stande gekommen, daß die 1700 fl. von deni Ein-kommen der Stadt Rotenburg, welche sie von der östreichischen Herrschaft be-zogen, zu gleichen Theilen unter sie getheilt wurden und Margaretha überdiesSchömberg oder wenigstens Einkünfte davon erhielt.2
Während nun Graf Hermann von Sulz, der zweite Gemahl Marga-rethens , und diese selbst 1406 gegen Herzog Friedrich von Oestreich auf alleihre Ansprüche an die Burg Waßneck, die Städte Oberndorf und Schöm-berg, sowie ans die 850 Pfund Heller von dem Einkommen der Stadt Roten-burg 2 verzichteten, waren solche dagegen von Seiten des Markgrafen, der Obern-dorf 1406 noch in Händen hatte/ 1403 noch nicht aufgegeben. Er bezogvielmehr auch den oben genannten Antheil an den Einkünften von Rotenburg bis1409 fort/ in welchem Jahr endlich zu Weil der Stadt zwischen ihm und demHerzog von O est reich nach langen und mehrfachen Zerwürfnissen eine Aus-gleichung zu Stande kam. 6
Kaum in den Besitz des Herzogs Friedrich von Oest reich übergegangen,wurde Oberndorf im April 1410 von mehreren Herren, worunter Graf Friedrich
1 Lichnowsky, a. a. O. IV, Regest, uro. 2334 zu 13. Sept. 1393.
2 S. iui Urkd.-Buch zu 23. Febr. 1393. Schömberg, 29. Nov. 1396. Ensißheim, 26. Apr.1396 o. O. Lichnowsky, a. a. O. V. Regest, uro. 292 zu 22. Jan. 1398. 7. Apr. 1398 o. O. -
1466 „vermache» Graf Hermaun von Sulz und Margaretha von Hohenbergan das Kl. Note um linst er zu Stiftung eines Jahrstags für sich nnd ihre Eltern von derSteuer zu Schömberg jährlich 3 Pfd. Heller, für welche, wenn „die Pfantschaft des schlösse«schömberg wider solte von ihnen gelöset werden, dein gotteshans voraus 66 Pfd. ervolgen vndselbiges an ain vwigs gelegt werden." Noteiimünster Dok.-Bnch.
2 Diese waren den beiden Eheleuten sehr unpünktlich ausbezahlt worden, denn Graf Her-mann hatte noch im Jahr >423 von 336 Gulden „Geltz wegen so gehebt min wib selig" eineForderung an die Stadt Rotenburg. Urkunde im Landesarchiv zu Karlsruhe.
4 Er verpfändete es am 24. Dez. des genannten Jahres an Graf Rudolf von Hohen-berg, den östreichischen Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, (s. unten bei diesem nnd imUrkunden-Buch.
5 Lichnowsky, a. a. O. V, Regest uro. 292 zu 22. Jan. 1399. S. im Urkd.-Buch zu 16.(Jan. 1416. Stuttgart.)
Der Markgraf hatte auch noch im Jahr 1398 Leibeigene in Breitenholz, Hause»Hildritzhausen), Gärtringen, Nufringen, K upp in gen, Ha sl ach undGültstein(O.A. Herrenberg); wohl von seiner Heirath mit der Gräfin von Hohenberg herrührend. S. imUrkd.-Buch 1338 Schätzung :c.
6 Lichnowsky, a. a. O. V, Regest uro. 139 zu 16. Apr. 1397 ebendaselbst Regest uro. 1611zu 16. Mai 1468, uro. 1123 zu 16. Dez. 1469. Stuttgart. S. im Urkd.-Buch zu 1469.„Burkhartes von Mansperg Rechnung" :c.