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Nachdem das Treiben der Geißelbrüder länger als ein Vierteljahr gedauerthatte, gieng vom Pabste an alle Bischöfe ein Gebot aus, die Geißelfahrten ab-zuthun, was auf keinen Widerstand stieß, da das Volk selbst derselben „mnede"geworden war.
Ächter Abschnitt.
Graf Albrecht' V. von Hohenberg, Domherr in Constanz, Kauzlerdes K. Ludwig und Reichs-Landvogt im Elsaß, Bischof von Freising.
P 25. Apr. 1359. Aeltester Sohn des Grafen Rudolf l.
Graf Rudolf I. von Hohenberg nannte seinen erstgebornen Sohn nach demvon den Zeitgenossen hochgeachteten Großvater Albert (Albrecht). Da er sichohne Zweifel schon in früher Jugend besonders geistig begabt zeigte, ^ schickte ihnder Vater in die Domschule nach Constanz, wo er viele Jahre mit großemFleiß dem Studium oblag und bald Kanoniker wurde. 2 Auch machte ihn seinVater (beziehungsweise sein Großoheim), um ihm die Mittel zu beschaffen, standes-gemäß zu leben, zum Pfarrer (Rektor) mehrerer Kirchen in Schwaben, ^ unterAnderem in Bondorf (O.A. Herrenberg) ^ und Weildorf (O.A. Haigerloch).
Von Constanz begab sich Alb recht nach Paris, wo er mit Aufwendunggroßer Kosten mehrere Jahre verweilte und mit so glänzendem Erfolg seine Stu-dien in der Rechtswissenschaft betrieb, daß er eine Zeit lang vor einem großenAuditorium die Rechte las und den Grad eines Licentiaten („Doktor") in den
«schal als weit daz laut was, daz einvelrig lute wendend es wer also. Sil noment sich euchan, die bcseszenen lute zu beswerende; do sprach ir cinre, do er eins beswur: „du versniterDufel, du mns herns, nun sollest» joch dine muter gesnicn". Mit den heiligen Worten hcttentsii e c dufel in eins broht, denne sii einen mohtend hau uszer im droht. Sit trngent euch einertrunken tot kind nf der Onwen nmde iren ring, do sn sich geischelteut, nun wollend es lebendighan gemacht; daz geschah aber nllt. Closener S. 97.
> /IIb. äi-ßimt (S. 197) prädizirt ihn also: reich an Tugenden, gesellig, leutselig, freigebig,aber dabei siolz.
2 Er war es schon im Jahr 1317. S. im Urkd.-Buch zu 16. Nov. 1317. Rotenburg.
2 Nach /IIb. ^rzvnt., der sich als genau mit Albrechts persönlichen Verhältnissen bekannterweist, war er auch Rektor der Pfarrkirche in Anspach (in Oestreich). Laut einer AngabeGerberts zu 1338 und 1342 (bist. silv. niZr. II.) war er selbst Rektor einer Kirche zu Wien.
^ S. oben S. 139 bei Gr. Burkard IV. und im Urkd.-Bnch zu 16. Nov. 1317. Notenburg,>2. Jan. 1330. Nagold und 13. Jan. 1350 0. O. — Als er 1349 Bischof in Freising gewor-den, verzichtete er auf die Pfarrei Bondorf und deren Einkünfte.