— 25 —
macht es bei der Lage des zur Verhandlung in -der Heirathsangelegenheit gewähl-ten „Birhtinle", in der Nähe von Tübingen und Notenburg, und bei derAnwesenheit des Grafen von Beringen, mit dem Burkard auch noch spätervorkommt, höchst wahrscheinlich, daß unter dem „Master U." des Psalzgrafenunser Burkard III. genieint ist, welcher der Zeit nach sich hiezu auch ganz guteignet. Die fragliche Urkunde hat zwar kein Jahr, indessen läßt sich der Zeit-punkt der Verheirathuug Burkards doch annähernd bestimmen. Es wird ihmin der Aufzeichnung bereits der Titel „comes" beigelegt; es war somit keine vor-laufige Verlobung von Kindern.
Im Jahr 1237 stand B. in vollem Mannesalter; einer seiner Söhne(Albert II.) hatte 1253 entschieden dasselbe erreicht. Seine Verheirathuug erfolgtealso sehr wahrscheinlich zwischen 1230 und 1237, mit Rücksicht auf die Verhei-rathung seiner Tochter Gertrud mit Gr. Rudolf von Habsburg (s. unten)eher um das erstgenannte Jahr, vor demselben jedoch nicht wohl, da B. im Jahr1225 noch minderjährig war.
2) Unter den Wohlthätern des Klosters Bebenhausen wird bei Gabelkh.:„v. Noebtilcla eomitissa ä«z Uotönbnrs" aufgeführt.^ Nun hieß dieMutter des Pfalzgrafen Rudolf II. v. T., des Schwiegervaters von Gr. „B.",Mechtild; ? diesen Namen gab Gr. Burkard Iii. von Hohenberg einer seinerTöchter, und eine andere derselben, Gertrud (Anna), Gemahlin Gr. Rudolfsvon Habs bürg, nannte eine ihrer Töchter, nachmals die Gemahlin des Pfalz-grafen Ludwig bei Rhein, gleichfalls Mechtild.
Es führt uns so der Name Mechtild von der Familie des H absburgersa uf das Hohenberger und von diesem auf das Pfalzgräflich Tübingische Hausunter Rudolf II. zurück, in welchem wir sonnt nach unserer Eiikleitung (krit.Unters. Z. 1.) den Schwiegervater unsers Grafen Burkard III. zu erkennen haben.
3) Den Hauptbeweis dafür, daß Graf Burkard Iii. von Hohenberg miteiner Tochter des Pfalzgrafen Rudolf Ii. von T. verheirathet war, liefert end-lich die Aufzeichnung des gleichzeitigen Verfassers der Sindelfinger Chronik, ^in welcher die Gemahlin K.Rudolfs als „kilia sororis Eomitis Uuckolkicks Inningen" (nämlich des sogenannten Scheerers, Sohns Rudolfs II),bezeichnet wird.
Nun war aber die Königin A n na (Gert r u d), wie wir im Anhang zeigen wer-den, die Tochter des Grafen Burkard Iii. von Hohenberg, folglich war des
> „Intor bsnskactoros oonodiz Ledsnbusani rolsrnntur I). klssbtitäa cvwittssa >Zg Nvton-bureb, llonraäns ooinss äs Ilorvs, izusm «go sx IZvbs udsrxia lamtlia tnisss sxistlmo. Gabclkh.Colt. I. tot. 63. (Vrgl. auch oben S. 19 Note l)
2 S. des Verf. Gesch. der Pfalzgrf. v. T. S. 123 ff.
3 Derselbe — Konrad von Wurmlingen — war seit 1235 StiftSherr in Sindelfing en undsomit ganz in der Lage, mit den verwandtschaftlichen Verhältnissen der Häuser Hohenberg undTübingen genau bekannt zu sein.