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Zweiter Abschnitt.
Die Söhne des Grafen Burkardl. von Hohenberg: Bnrkardll.und Albert I. 1207—1231.
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Unter den Söhnen des Gr. Burkard I. halten wir Bnrkard für denälteren. Hierauf weist schon das Namen-Verhältniß, insbesondere aber berechtigthiezu, daß derselbe in Urkunde zu 1207 vor seinein Bruder genannt wird unddieser sich nach einem neuen (zweiten) Sitze seines Geschlechts (Rotenburg) schreibt,endlich, daß Burkard auch das Siegel führt. (S. unten bei 1225.)
Z, 2.
Gr. Surkard II. von Zollern-Hohenberg, von 1207 — 1217, lodt im Jahr 1225.
Gr. Burkard II. von Hohenberg kommt in den bis jetzt bekanntenQuellen nicht ein einziges Mal in eigener Angelegenheit vor, sondern wird nur, undauch das nicht häufig, da er verhältnißmäßig bald gestorben, unter den imGefolge der Hohenstaufischen Kaiser anwesenden Fürsten, Grafen und Herrengenannt.
Als nach dem plötzlichen Tode K. Heinrichs VI. (am 28. Sept. 1197 zuMessina) die hohenstaufische Partei den milden Herzog Philipp von Schwa-ben, Bruder des abgeschiedenen Kaisers, die wölfische dagegen Otto, den tapfernSohn Heinrichs des Löwen, zum Könige gewählt hatten, und in Folge dieserDoppelwahl 10 Jahre hindurch unselige Spaltung in Deutschland herrschte, be-wahrten Gr. Burkard II. und sein Bruder Albert (I.) die von ihrem Vaterund Oheim anererbte Treue gegen das hohenstaufische Haus/ selbst dann noch,als bald nach der Ermordung K. Philipps durch den Pfalzgrafen Otto vonWittelsbach (am 21. Juni 1208 auf der Beste Altenburg zu Bamberg)die meisten schwäbischen Herren sich für K. Otto erklärten. ^
Während Burkard sich von dem letzteren durchaus ferne hielt, finden wirihn dagegen in der Umgebung des jungen hohenstaufischen Königs Friedrich (II.),sobald dieser über die Alpen gekommen war und sich die Krone seiner Väter er-
' Bnrkard war mit seinem BruderAlbert 1207 zu Straßburg am Hoflager des KönigsPhilipp. (S. im Urkd.-Bnch zn diesem Jahr.) Abdruck der ganzen Urkunde in Mone, Ztschr.VIII. 358., wo es statt Tolrl-oolrr heißt.
2 In keiner bekannten Urkunde Otto's, der in den Jahren l298und 1299 in Augsburg,Weingarten, Ulm und Eßlingen verweilte, werden die beiden Hohenberger Grafen alsZeugen genannt, während schon in den genannten Jahren Pfalzgraf Rudolf I. von Tü-bingen, dieGrafenvon Laufen, Montfort, Oeningen, Rohrdorf, Sulz, Wir-temberg und Zollern (Konrad) sein Hoflager besuchten.