Druckschrift 
3 (1874)
Entstehung
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den Urkunden Conrad § 2, Hinricns Z 6, Ghhso Z 7 nndVolmer Z8 alle oon Winterfcld genannt werden, von denennur die letzten 3 Bruder waren, so haben wir die Abstammungvon zwei Persönlichkeiten zu begründen und werden dies versuchen.

Z 2. S. 263. Conrad hier zuerst und zwar als muth-maßlicher Sohn des Nico laus (I. Absch. Cap. II. Z 13) auf-geführt. Wir haben gezeigt, daß dieser letztere ganz besonders sich dasVertrauen der Grafen von Schwerin erworben hatte und beiConrad, anS dem ersten urkundlichen Bekanntwerden, sich Be-ziehungen zu diesem Grasengeschlccht herausstellten. Nach dem,was wir nunmehr wissen, halten wir Conrad für Dame's(I. Absch. Cap. II. Z 11. S. 156) Sohn. Dame Winter-fell war auch nach dem Frieden von Brodersdorf 1328, unver-söhnt bei Mecklenburg geblieben nnd nicht wieder nach Pommernzurückgekehrt. Er wird es auch gewesen sein, der mit dein BruderMartin und dem Sohne treu dem Markgrafen beistand, dauns der Vertrag des Jahres 1338 sagt: Wir (die Herzoge) wollenwieder Freund werden, aller derer, die ime (dem Markgrafen)in den Kriegen gegen uns geholfen haben, besondcrlich der vonLüschow, von Schwerin, von Steglitz, von Winter-feld, vonWedcll, von Mels holz und aller ihrer Dieneru. s. w. Die treue Hülfe wird dem Markgrafen Veranlassunggegeben haben, seinem lieben Getreuen, dem gestrengen ManneConrads deWintervcld Hebungen zu Dalmin, Strehlen undBlüthen zu verleihen (S. 265). Daß gerade die Verleihungenaus diesen Orten gewählt wurden, möchte vcrmuthen lassen, daßEinzelne des Geschlechts sich bereits zuvor hier ansässig gemachthatten. Die seltene Aehnlichkeit seines Siegels mit des MertenSiegel erklärt sich dadurch, daß dieser seines Vaters Bruder war.Martin's Sohn hieß auch Conrad, und sehr möglich, daßbeide den Namen des uns unbekannt gebliebenen Großvaters führ-ten. Von Nicolaus Z 13 wissen wir nicht, daß er beerbt war,aber soviel können wir sicher annehmen, daß er, als Herzog Bar-