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gen verwalteten, sind vielmehr eines Stammes mit den Mainzischen Vitztkumenvon Apolda.
Die schon früh weitverzweigte Familie der Herren von Apolda bietet sowohldem Genealogen als Heraldiker, wegen der stets wiederkehrenden gleichen Tauf-namen Dietrich und Heinrich in den verschiedenen Linien während des 12., 13.u. 14. Jahrhunderts und wegen der bis ans Unglaubliche streifenden seltsamen he-raldischen Varietäten in den Siegeln des Geschlechts, sehr interessante aber kaumzu lösende historische Zweifelsfragen. (Siehe Lepsius kleine Schriften II. pag. 79und FunkhäneFin der Zeitschrift des Vereins für thiiringsche Geschichte IV. pag.175.) Mein, seinen wissenschaftlichen Bestrebungen leider zu früh durch den Todentrissener Freund Dr. Wilhelm Rein zu Eisenach hat durch die Herausgabe derHeusdorfer Kloster-Urkunden im II. Bändchen seiner nun wohl unvollendet blei-benden Thuringia Sacra reiche Beiträge für die Genealogie des Geschlechts gegeben.
In einer Ettersburger Urkunde de dato Erfurt 7. März 1123 erscheint bereitsein Dietrich de Abholde et alter Teodricus et filius eius Hermann.
Ums Jahr 1140 tritt dann wieder ein Dietericus de Apolde auf, welchen Reinfür den Stammvater sämmtlicher späteren Schenken und Vitzthume von Apolda hält,von denen die Schenken in der Mitte des 14. Jahrhunderts, die Vitzthume vonApolda aber 1639 ausgestorben sind, während die Nebenzweige der Vitzthume vonEckstedt und von Egersherg noch blühen.
Das von den Vitzthums von Eckstedt jetzt geführte Wappen mit den Pfählenfindet sich zuerst in der Linie der Schenken von Apolde (Heusdorfer Urkunde vom18. Januar 1263 (S. Henrici pincerne) während die vicedomini und andere pincernaede Appolde damals in sehr verschiedener Weise das redende Wappenbild des Apfelsführen, der Apfelbaum aber auch bei den vielfach mit den Herren von Apoldaversippten Herren von Meldingen , die sich von Stein (Ludewicus de Rapide) nen-nen, vorkommt.
Ludolfus nennt sich anscheinend zuerst (1287) vicedominus de Eckstete.
Andere Branchen führen die Beinamen Saxo und de Polonia.
1349 Jun. 25. siegelt Ditherich Vicztum von Appolde mit einem Siegel (ein krum-mer Zweig oder Baumslämm), welches es wahrscheinlich macht, dass er der Stamm-vater der Vitzthum v. Egersherg sei.
Nach diesen Ergebnissen neurer Forschungen beruhte die Annahme derVerfasser der sonst vortrefflichen neueren Familien-Geschichten derer von Eickstedt(Familienbuch des dynastischen Geschlechts der v. Eikstedt. Ratibor 1860) undderer v. Hanstein (Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein. Cas-sel 1856) über das Geschlecht der von Apolda auf Irrthum, indem einmal die Vitz-thum von Eckstedt keineswegs vom Stamme der Herren von Eickstedt sondern vomStamme der Herren v. Apolda sind, dann aber auch die Herren von Hanstein wohlnicht ihren Ursprung von denen von Apolda herschreiben dürfen, indem die Söhnedes Theodericus vicedominus de Apolde, welche die Urkunde von 1171 neben demVater als Zeugen aufführt aber nicht nennt, nicht Heidenricus Vicedominus de Ru-steberc et frater ejus Helmvicus , welche ihm in der Zeugen-Reihe folgen, seinkonnten, da seine 4 Söhne wie die Heusdorfer Urkundensammlung zeigt, drei Die-triche und ein Berthold waren, wovon zwei Schenken, einer Kämmerer und derletzte vicedominus in Erfurt war.