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1 (1856)
Entstehung
Seite
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Geschichte des Cichsfcldes.

und Freunde verschafft hat, läßt sich aus mehreren Beispielen nach-weisen; für die Geschichte derer von Hanstcin wird aber die Be-merkung hinreichend seyn, daß eine der thätigsten Werkzeuge, welcheLandg. Philipp von Hessen bei seiner Landcsvcrwaltung sich be-diente, der Statthalter Christian von Haustein war.

Aber auch ihre Gegner mußte die Reformation in einem Landefinden, das unter dem Krummstabe stand und so viele Personenernährte, die nur in der bestehenden Kirche ihr Ansehn, ihre Pfründeund ihre einflußreiche Stellung behaupten konnten. Die Zahl dieserGegner wuchs und wurde bestärkt durch den Bauernkrieg. Alsdiese Windsbraut über das Land hintobte und wie ein HagelwetterAllcS niederschlug, da fragte sich Mancher, ob dieses Evangelium,das solche Früchte bringe, auch das Rechte seyn könne? Indessendas Andenken an diesen Sturm erlosch allmalig und der von Wittcn-bcrg ausgehende Geist wirkte immer fort aus den Nachbarländernherüber, so daß gegen die Mitte des 16. Jahrh, sein Sieg alsentschieden angesehen werden mußte, indem der Adel und die vonihm abhängigen Patronatkirchcn, die Städte und fast das ganzeplatte Land der Reformation huldigte, jedoch erst seit 15401545,als sich der Lehrbcgriff der neuen Kirche durch die AugsburgischeConsession festgestellt und abgerundet hatte. An diesen, wie er inder ersten, unveränderten Ausgabe der A. C. aufgestellt ist, schloßsich das Land so fest an, daß jede Abweichung vom echten Luthcr-thum vermieden und der im benachbarten Hessen begünstigte Fort-schritt als eine Hinneigung zu dem verhaßten Calvinismus verwor-fen wurde.

Doch sollte das Jahrhundert nicht vorüber gehen, ohne eineAenderung der Dinge in religiöser Hinsicht hervorzurufen. Schonim Jahre 1574 begann die Reaction, und wenn je eine glücklichdurchgeführt wurde, so ist es diese, so weit nämlich der Arm desOberhirten reichte. Derjenige Erzbischof, welcher auf Albert vonBrandenburg (ck 1545) folgte, Sebastian von Heusenstamm (15451555) war zwar kein Freund und Beförderer der Kirchenvcr-bcsserung, aber es fehlte ihm die Energie, die Hartnäckigkeit, derzähe unbeugsame Wille, den sein Nachfolger Daniel (Brcndel vonHomburg) 15551582 bewicß. Es galt ihm, eine verlorene Provinz