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Aus Teutschlands älterer Zeit, besonders seinem Mittclaltcr,sind so wenig schriftliche Urkunden auf uns gekommen, dasauf Traditionen sich gründende alte Chroniken dem Geschichts-forscher nicht genügen können. Die Biographie eines einzelnenMenschen, noch mehr aber die Geschichte einzelner alter Geschlechter,wenn sie sich nur aus urkundliche Beweise gründen, sind aberBeiträge zur Geschichte der Menschheit, ganzer Völker, ihrer Cul-tur, ihrer Fehler und Vorzüge und dienen daher zur Ergänzungund Erläuterung der allgemeinen Geschichte eines Volks undseines Landes, und ihrer Mängel. Die alten Adel-Geschlechterin Teutschland, ihre Entstehung und Fortgang, sind so wenigbekannt geworden, aber nicht allein weil längere Zeit nur dieVornamen zu Bezeichnung einzelner Personen diente, und erstspäter am Ende des 12, und Anfang des 13. Jahrhunderts es Sittewurde, den Geschlechtern Zunamen oder Familien-Namen beizu-fügen — sondern auch deshalb, weil man in Aufbewahrung dersie betreffenden Urkunden so nachlässig war, daher eine urkund-liche Geschichte derselben so selten ist. Das mag auch der Fallbei den alten rittcrschaftlichen Geschlechtern in dem kleinen Landedes Preußischen Eichsscldes gewesen seyn, deren Steinmetzen(in seiner Geschichte der noch lebenden Adclsgeschlcchter des Eichs-scldes 1701) 21 namhaft macht. Manche davon sind seitdemerloschen, wie die Lcuthorst, Steinmetzen, Tastungcn,Trotte und Knorr — andere sind durch Verkauf ihrer Güter