Druckschrift 
2,2 (1863)
Entstehung
Seite
1262
Einzelbild herunterladen
 

— 1202 —

recht angezeigt haben, da er vom Könige Carl Gustav vonSchweden unterm 11. August 1721 einen Muthschein erhielt;darüber, daß er bei allgemeiner Erbhuldigung des HcrzogthumSVorpommern diesseit der Peene den Huldigungö-Eid geleistetund die Lchnpflicht wirklich abgestattet. Unterm 28. Januar1725 verkaufte er Steiumoker für 14000 Thlr. au AdolphHeinrich von Winterfell» Th. II. S. 670. Dieser Kaufwurde 1730, als also Georg Levin bereits verstorben, mitVorbehalt der Lehnsgerechtigkeit und sonst jedermänniglichcnRechten confirmirt. Das alte Familienlehn blieb Lehn für dieUkcrmärkischen Winterfelde. 1723 machte ihn der Königzum Droste» von Sparenbergc, der alten Burg hart über Bie-lefeld gelegen; dann wurde er Oberdrost zu Ravensberg. BeideStellungen waren Sinccurcn und nur Zeichen Königl. Wohl-wollens. Auch soll er Gouverneur von Pillau gewesen sein.

Das väterliche Gut Kntzerow, das er nach der Einigungmit seinem Bruder im Jahre 1710 allein übernahm, pflegteer mit Liebe. Noch stehen hier zwei Linden hart am Hofeauf erhöhtem Standort, von dem man unter breitem Laub-dach einen weiten Blick in eine fruchtbare durch zahlreicheOrtschaften belebte Landschaft genießt. Hier auch stand einstfein König und erfreute sich dcS Anblicks. Zur Erinnerung andiesen Besuch seines Königlichen Herrn in Kntzerow sollen dieseLinden erst gepflanzt sein. Auch die Forellen, die im Bach,gemeinhin der Köntopp genannt, meist nur da vorhanden sind,wo dieser den herrschaftlichen Garten von Kntzerow, ähnlich einemBergwasser durchfließt, müssen ihn besonders intcrressirt haben;da er selbst in einem Briefe aus Belgrad, aus der Zeit, alser die Prinzen von Anhalt-Dessau in den Krieg gegen dieTürken führte, Anordnungen über die Pflege derselben traf. Dasalte Stammlehn Menkin war nach dem Tode Adam's vonWintcrfeld S. 779 an das Hamburger Patrizier-Geschlecht