Druckschrift 
2,2 (1863)
Entstehung
Seite
927
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gehende rechte Flügel unter Graf de SoucheS wird zurück-ge worfen und nach wiederholten Versuchen, fast vernichtet; dawird Barfuß, der Retter: er schwenkt rechts mit demCentrum, greift an und zwingt die Türken zum Rückzüge.Nun auch bricht die Cavallerie des linken Flügels hervor undattaquirt; Centrum und linker Flügel ziehen sich links undflcmkiren, werfen die Türken und erstürmen unter ungeheurenVerlusten die feindlichen Verschanzungen. Der Türke, im Vor-gefühl seiner sieben Himmel, steht fester noch als seine Schanzen,und ein Handgemenge ohne Beispiel, endet, in der Dunkelheitbereits, die Schlacht siegreich für die Christen. 15000 Türkendecken das Schlachtfeld, nnter ihnen Kiuprili und die vor-nehmsten seiner Führer. Ungeheure Beute und Trophäen fallenden Siegern zu. Von der kaiserlichen Armee waren todt und ver-wundet über 0000, von den Brandenburgern über 1000. VomBataillon Barfuß waren lOfficiere getödtet, unter ihnen Adamvon Winterfell», und 70 Unterofficiere und Gemeine, undverwundet 9 Ofstcicre, darunter unser Christian Ehrent-reich, und 128 Unterofficiere und Gemeine. Der MarkgrafLudwig, der erfahrene Feldherr, nannte sie die blutigsteSchlacht des Jahrhunderts. Der Sieg bei Slaukament eröff-nete den Weg zür Preußischen KönigS-Krone. Den Branden-burgern spendete der Kaiser, der Feldherr und die ganze Armeedas ungetheilteste Lob. Am 16. October waren die Branden-burger beim Sturm von Groß-Wardein und erst am 4. Decemberbezog man die Winterquartiere am Fuß der Karpathen. Krank-heiten aller Art hatten noch viele, die das Schwcrdt und dieKugel verschonte, dahin gerafft. 1092 im Frühjahr traten dieBrandenburger den Rückmarsch an <M). Der General Bar-fuß kommandirte wieder am Nicderrhein gegen die Franzosen,wir müssen glauben, daß er auch sein Regiment wieder unterseinen Befehlen hatte. 1693 wurde für eventuelle Fälle einekleine Armee unter dem General Marwitz gegen Mecklenburg