Druckschrift 
1 (1855) Quellen
Entstehung
Seite
IX
Einzelbild herunterladen
 

gegründet. Diese frommen und gemeinnützigen Stiftungen reichen sich von derfrühesten Zeit an bis auf die neueste ununterbrochen die Hand.

Aber wir finden auch Beispiele der treuesten Hingebung ihres Berufes, willigund gern den gefährlichsten Posten einzunehmen, wenn der Fürst eS wünscht unddas Vaterland ruft: So zog Georg mit dem Herzog Ordulph gegen die Slavenzu Felde, und erhielt zur Belohnung seines tapfern Betragens Kctclhodtsdorp.Gerth wohnte 1271 mit dem Herzog von Meklenburg Heinrich lllierosolz'wit-rrmsdem Kreuzzug wider die Saracenen bei. 13V7 zog ein Ketclhodt als Heermeister inLiefland zur Hülfe der Preußen ein. Christian Ulrich wurde 1745 wegen seinerTreue und Ergebenheit von dem Herzog Adolph Friedrich III. von Meklenburg-Strelitz mit dem Orden cke 1a ticlelite et eairstanee beehrt, der seit der Zeitzum bleibenden Andenken fürstlicher Huld und zur Erinnerung der stets treu undergebenen Gesinnungen von Geschlecht zu Geschlecht forterbt, und so die spätestenNachkommen stets an ihre Pflicht, ihren Vorsahren in Treue und Ergebenheit nichtnachzustehen, erinnert.

Leopold, nicht dem Militärdienst angehörig, begleitete doch willig und gernseinen Fürsten und Herrn auf das Feld der Ehre, nicht achtend auf die Thränender Frau und Kinder.

Als es galt für Deutschlands Freiheit zu kämpfen, stand Ferdinand in denersten Reihen Preußischer Krieger, und seine Unerschrockenheit schmückte bald seineBrust mit den verdienten Ehrenzeichen.

Auch wo es des Landes Wohl verlangte, finden wir sie in Paris, Erfurt undWien unerschrocken die Rechte ihrer Herren vertretend, denen sie mit Treue undErgebenheit jeder Zeit zugethan waren.

Und so will ich denn, mit dem Wunsche, daß diese guten, treu ergebenen Ge-sinnungen, die stets in dieser Familie vorwalteten, auch bis zu ihrem letzten Gliedund Aussterben dieselben stets bleiben mögen, versuchen, die mir zugekommenenNachrichten der Familie Lietellioät getreulich zu sammeln und hier der Nachweltaufzubewahren.

Wenn sich auch noch hin und wieder Lücken vorfinden, so möge doch der geneigteLeser mit Nachsicht und Schonung urtheilen und bedenken, daß eS eben nur einVersuch und Anfang ist, das mitzutheilen, was mir zuging, um später vielleichtdarauf fort zu bauen und vom Unvollkommenen zum Vollkommenen zu gelangen.

Der Vorfahren Bilder, die man in der Jugend so oft ehrfurchtsvollansah, oder von ihnen erzählen hörte, die auf uns oft einen so guten Einfluß aus-übten und uns vielleicht gegen manchen bösen Dämon schützten, sie, die uns