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Zwei adelige Höfe in Oberdrees
Entstehung
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Man sieht leicht, dass dieser Stammbaum auf Grundverschiedener Lehnbriefe und zu dem Zweck aufgestellt ist,die Belehnung Sclmehagens mit dem Lehnsgut ,für Gronaw'zu erwirken. Ob es ihm gelungen ist, vermag ich nicht zusagen.

Dietrich Schnehagen bewohnte den Grevenhof nicht selbst,sondern liess ihn durch einen Pächter bewirtschaften; er selbstwohnte in Piamersheim, dem Hauptorte der Herrschaft Tom-berg, ohne Zweifel in dem Vogtshofe daselbst, mit dem bisEnde des vorigen Jahrhunderts der jeweilige Vogt belehntwar. 1 ) Sein Todesjahr ist unbekannt.

Von den vier Söhnen, die er 1595 auf seinem Stamm-baum aufführte, überlebte ihn nur der zweite, Bernhard Schne-hagen, sowie eine dort nicht genannte Tochter, Reinera, diemit Wilhelm von Loißheim, Bürgermeister von Euskirchenvermählt war. Bernhard, der seinem Vater auch in der Qua-dischen Vogtei von Tomberg, Miel und Niederdrees folgte,wurde am 28. April 1622 von Pfalzgraf Wolf gang Wilhelmmit dem Grevenhof belehnt. (Anhang 5.) Erst sechs Jahrespäter, nämlich am 4. Februar 1630 erfolgte seine Belehnungdurch die Quad, welche indes, da sie den Hof als Erblehenverliehen, seine Schwester Reinera und ihren Gatten mit-belehnten. (Anhang 6.) Bernhard kam übrigens selbst niein den Genuss des Hofes, da seine Mutter, welche den Niess-brauch desselben hatte, ihn überlebte.

Nach Bernhards Tode erhielt sein Sohn Bernhard Hilde-brand Schnehagen, Bürgermeister, Scheffe und Eatsverwandtervon Münstereifel von Luther Quadt zu Flamersheim und AdolphQuadt zu Rheinbach am 2. October 1651 die Belehnung mitdem Grevenhof, jedoch mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, dassdie Erben seiner Tante Reinera v. Loißheim wie bisheranso auch fernerhin ihren Anteil am Ertrage desselben erhalten

') Annalen XXIV, 145.

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