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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
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wegen Italien, in Wahrheit aber um Preußen zu über-flügeln; warb im Geheimen ein Bündniß mit Hannover,Sachsen, Württemberg und Baicrn, dem sich Hessen, Nassau,Sachsen-Mciningen und Frankfurt anschlössen. Unser auf-richtige Köllig Wilhelm suchte den Frieden mit äußersterAnstrengung zu erhalten. Aber Oesterreich ging nicht imMindesten zurück, sondern rüstete furchtbar in Böhmen;ebenso Sachsen, Baiern und Württemberg. Da, in derletzten Stunde, schloß Preußen sein Bündniß mit Italien,und ehe man's glaubte, standen drei preußische Armeen inSchlesien, Sachsen und Hannover. Der österreichischeStatthalter in Holstein mußte mit seinen Soldaten abziehen.Hannover wurde von preußischen Soldaten besetzt. DerKönig von Hannover mit seiner Armee verließ das Landund ergab sich bald darauf nach dem Gefecht bei Langen-salza dem General Flies. Darauf drang die Mainarmeein das Kurfürstenthum Hessen ein und eroberte es fürPreußen; ebenso das Herzogthnm Nassall und die freieStadt Frankfurt a/M.

Die Baiern und Württemberger wurden in mehrerenTreffen, n. a. bei Schweinfnrt und Aschaffenbnrg, geschlagenilnd wichen an allen Orten zurück.

Indessen die Hauptcntscheidung fiel doch in Böhmen.Dort stand die österreichische Hauptmacht nnier dem Feld-zengmeister Benedeck, der seinen Offizieren schon binnen 14Tagen den Einzug in Berlin verheißen hatte. Aber derUebergang der preußischen Truppen über die böhmischenGebirge, nach der Besetzung von Sachsen, dessen Königund Soldaten sich den Oesterreichern angeschlossen hatten,und die darauf folgenden Gefechte bei Leipa, Trautenau,Gitschin und vor allem die glorreiche Schlacht bei König-grütz, die der greise König Wilhelm selbst leitete, am 3.Juli 1866 und in welcher die österreichische Armee völliggeschlagen wurde, machten den Oesterreichern einen Strichdurch ihre Rechnung und öffneten den Preußen den Wegdurch Böhmen und Mähren bis vor die Thore von Wien.Da gab Oesterreich an Napoleon das Venetianische König-

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