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Um Morgen des heiligen Charfrcitags haben wir seinesterbliche Hnlle begraben und ans im Glanben an einfröhliches Wiedersehn getröstet, weil Christi Tod dem Todedie Macht genommen und seine Auferstehung Leben undunvergängliches Wesen an das Licht gebracht hat. Freilich,wohl bringt das Scheiden Schmerz und Thräncn, aberder Glaube macht doch das Herz wieder getrost undfreudig, daß es seinem Heilande sich still ergiebt undspricht:
O wie bald kannst du es machen.
Daß mit Lachen
Unser Mnnd erfüllet sei!
Dn kannst durch des TodcS Thören
Tränmcnd führen,
Und machst uns ans einmal frei.
Die vergangenen Tage mit ihrer Sorge, Angst undBckümmerniß hatten Geist und Körper gleich sehr ange-griffen, so daß ich in einem halb krankhaften Znstande warund befürchtete in eine Nervenkrankheit zu fallen. Diegeringste Kleinigkeit konnte mich in eine fieberhafte Auf-regung bringen. Doch die helfende Hand Gottes stärktemich wieder, ich fand körperliche Kräftigung in der Arbeitin Feld und Garte», und auch mein Gemnth wurde wiederruhiger, und das war eine Gnade Gottes, denn die nunkommenden Tage waren für furchtsame und schreckhafteGemüther keineswegs angethan, Beruhigung einzuflößen.
Am Politischen Himmel stiegen die Wetterwolken desKrieges herauf. Oesterreich, bisher Preußens Bundes-genosse und Mitbesitzer der Herzogthümer Schleswig-Holstein,bewies sich grade in dieser Sache wieder als der falscheFreund gegen Preußen, und suchte durch offene und geheimeUmtriebe in den Herzogthümer» Preußen um seinen recht-mäßigen Besitz zu bringen und begünstigte die demokratischenAgitationen des Prinzen von Angnftenbnrg mit seinenvermeintlichen Ansprüchen an die Herzogthümer. Es suchtePreußen auf alle mögliche Weise zu verdächtigen und ansden Herzogthümern hinaus zu manöveriren, sogar mitHülfe des Bundestags. Es fing an zu rüsten, angeblich