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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
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ihm im Tode vorausgegangenes Brüderchen, und ich schautenun sonntäglich ans ihre Ruhestätten und tröstete mich mitdem frohen Wiedersehn im Himmel.

In diesem Jahre wurde auch zum Besten unseresNettnngshanses eine Sammlung Gedichte nnter den: TitelMirjam" herausgegeben. Bon dem Herausgeber PastorBesser aufgefordert, liefen viel poetische Gaben von fernenund nahen Dichtern ein, so daß es wohl einen starkenBand gegeben hätte. Ein Auswahl machte aber das Büchlein12 Bogen stark. Herr von Rohr schoß die Druckkosten vorund Buchhändler Fricke in Halle übernahm den Verlag.Der Verkauf brachte dem Hause an 40 Thaler nach Zurück-zahlung der Druckkosten. Ich erwähne dieser Sache, weilich mich auch unmittelbar daran bctheiligte und einigeBeiträge lieferte, von denen zwei:Die zwei Wege" undDas heilige Grab" in die Sammlung aufgenommenwurde. Als Honorar bekamen die Verfasser ein ExemplarderMirjam."

Unter der Regierung des Prinzrcgenten kam einewichtige Veränderung in der Verfassung in unserer Landes-kirche vor. Bisher war der König auch zugleich Bischofder Landeskirche und hatte als solcher auch die letzte Ent-scheidung in kirchlichen Dingen. Mit der seit 1850 einge-führten cvnstitutionellen Verfassung des preußischen Landeswar aber auch die Stellung des Königs eine andere ge-worden, weshalb auch die Kirche eine synodale Verfassungerhalten sollte, welches schon König Friedrich Wilhelm IV.angebahnt hatte, und die nun durch den Prinzregentenmittelst Allerhöchster Ordre vom 27. Februar 1860 insLeben treten sollte. Darnach sollte in jeder Gemeinde einevangelischer Gemcindc-Kirchenrath gewählt werden, der dieAngelegenheiten der kirchlichen Sachen unter Vorsitz desPastors berathen und ordnen solle. Die Mitglieder des-selben sollten durch Stimmenmehrheit gewählt werden.Dies geschah in der durch den damaligen SuperintendentenBlech anberaumten Wahlversammlung in der Kirche zuBnchholz für die Parochie Buchholz, in welcher für Schönebeck