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ganzes Hansshstem kam dadurch auf andern Fuß zu stehen.Wir brauchten nun nicht mehr nach Milch und Butterumherzulaufen und genossen manche Mahlzeit, die unsnichts kostete. Aber so viel ist auch gewiß, unsere bis dahinbestandene regelmäßige Hansordnung hörte auf, da einenothwcudige Arbeit nach der andern besorgt werden mußte.
Mitten in diesem Trubel wurde unser zweites Kind,ein Sohn, geboren, am 2. Juli 1857. Der großen Freudefolgte bald herber Schmerz. Er bekam die Krämpfe undmußte die Nothtaufe erhalten am 14. Juli, in welcher erdie Namen
Friedrich Gottlieberhielt. Seine Pathen waren der Arbeitsmann Bork unddessen Frau in Schönebeck und Frau Hebamme Büdler inDannenwalde. Noch einen Tag lebte er nach seiner Taufe,so daß ihn auch Herr Pastor Besser noch einsegnen konnte.Am 15. Juli, Morgens 7 Uhr, schied er von uns, dieerste Leiche in nnserm Hause, das erste Glied ans unsererFamilie, das der Herr als eine frühgereistc Frucht in seinhimmlisches Rettungshans nahm. Ans sein Grab setztenwir ein Kreuz, worauf mein Schwager Werner, der unsim folgenden Jahre besuchte, die Worte schrieb:
Es wird gcsäet in Schwachheitund wird auferstehen in Kraft.
Es war dies überhaupt das zweite Kreuz, das auf demKirchhofe ein Grab zierte, zuvor hatte man keinen Leichen-stein, sondern legte die ausgegrabenen Feldsteine ans dasGrab. Auch konnte Jeder seine Todtcn begraben wo Platzwar, nur mit dem Unterschiede, daß die Bauern ihreBegräbnißplätze vor, und die kleinen Leute dieselben hinterder Kirche hatten. Erwachsene und Kinder wurden durch-einander begraben. So war es früher, nun ist durch An-ordnung des Landraths eine Begräbniß-Ordnung eingeführt,wonach Jeder, ohne Unterschied des Standes, neben demandern und Reihe bei Reihe begraben wird. Die Kinderhaben ihren besonderen Begräbnißplaß. Da ich nun meinenKirchenplatz oben auf dem Chore hatte, so wählte ich mir
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