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Seelen versammelt und es erschollen nnsere Glaubensliederbis die Zeit zur Abreise mahnte, und ich, dazu aufgefordert,mit einem Gebet unser lnrzcs, aber mir so überaus wohl-thnendes Zusammensein schloß,
Wir reisten zurück nach Noscnhageu und ich habenachher den lieben alten Bruder Pohl nicht wieder gesehen.Er ist bald darnach heimgegangen, betrauert von seinen Liebenund noch lange vermißt von der Brüderschaft, aber wohlnoch mehr von den Armen in Perleberg, denn im „Gutesthnn und nicht müde werden" hatte er eine Praxis, dienur wenige Christen so auszuüben vcrstehn, wie er. Darumist auch sein Gedächtniß im Segen geblieben, weil er solchdcmüthige Seele war.
Bald waren wir wieder daheim. Meine alle Schwieger-mutter fand liebreiche Ausnahme in der Gräfschen Familiein Kolrcp, wo sie, so viel dies ihr kranker Fuß, den siebei meinem Schwager ans der Glashütte bekommen hatte,zuließ, die Kinder wartete und allerlei kleine häuslicheArbeiten verrichtete. Doch wurde in der Folge ihr Zustandso bedenklich, daß sie im Sommer ihr Testament machteund bald hernach mich zu ihrem Bevollmächtigten in ihrenAngelegenheiten durch eine gerichtliche Vollmacht machte.Wir nahmcn sie bald hernach in unser Haus mit Bcwilltzgung des Vorstandes, wofür sie dann ihre ganze Wittwcn-pension in die Hauskasse zahlen mußte. Durch die GnadeGottes lernte sie noch einmal ohne Krücken gehen und wirhatten die Freude, sie noch acht Jahre bei uns zu haben.
Da unsere häuslichen Verhältnisse es erlaubten, sokonnte ich im Sommer 1855 auch eine Reise nach Znllchowbei Stettin unternehmen. Zweck derselben war eine Con-screnz von Hausvätern und Vorstehern der Verbrüderungder Ncttnngshäuser im nordöstlichen Deutschland, der sichauch unser Hans angeschlossen hatte. Ich reiste mit derEisenbahn von Zemitz nach Berlin, wo ich einen Nach-mittag und eine Nacht in der Wohnung meines Schwagers,des Stadtpostbricfträgers Heinrich Koch logirte und frcnnd-lich bewirthet wurde. Derselbe wohnte damals vor dem