Druckschrift 
1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
113
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Ich weiß vor großer TraurigkeitNicht, wo ich wich hinwende.

Mein ganz crschrock'ncs Herz erbebt,

Daß wir die Znng am Ganwen klebt.

Da schlug der Blitz in das Wohnhaus uud ehe sich dieBewvhuer vom Schreck erholte», stand das Strohdach inFlammen, welche auch bald die Scheune ergriffen hatten,nnd bald lag alles in Asche. Gerettet wurde wohl uurwenig, aber die Bewohner hatte Gottes Allmachtshandbewahrt, daß sie unversehrt geblieben. Und auch die liebealte Bibel, die der Blitz am Rücken etwas beschädigt hatte,entging dem zerstörenden Feuer nebstAmadeus Crenzbergsköstlichen Betrachtungen", die sich noch in Händen des der-zeitigen Besitzers Matthias Koch befinden, desselben, dersich bei dem Unglück auf des Baters Schöße befand. DochKein Unglück ist in aller Welt,

Das endlich mit der Zeit nicht fallt,

Und ganz wird aufgehoben.

Wohnhaus nnd Scheune wurden wieder nengebaut nndbezogen, auch die darauf folgenden Angst- nnd Nothjahredes Krieges mit der Hülfe Gottes überwunden, so daß sichauch hier das alte Sprüchwort wieder bcthätigtc:

Krieg und BrandSegnet Gott mit milder Hand.

Ihre Ehe war mit sechs Kindern gesegnet, von denendrei unverehelicht starben, nämlich:

1, Johann, starb als Soldat, während des Befreiungs-krieges in Natzeburg.

2, Joachim, geboren am 23. Mai 1796, starb in Kleinow,18 Jahr alt.

3, Marie Magdalena, geboren am 23. Dccember 1790.Sie hatte das Unglück, als Kind von einer Kuh ge-treten zu werden, wodurch sie zum Krüppel wurdennd später, zu andern Arbeiten unfähig, das Hauben-machen lernte. Sic blieb auch nach dem Tode ihrerEltern im Altcntheile bis an ihr Ende. Sie war dieTanfpathe meiner Frau, die von ihr den Namenerhalten hat.