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schlafen, nnd am andern Vormittage gaben die gestern ab-gebrochenen Gespräche nenen Unterhaltnngsstosf, bis wirendlich nach dem Mittagsbrode wieder znr Heimreise auf-brachen, Abschied nehmend von der alten Wohnung nndihren alten Bewohnern, die uns ihrerseits herzlichsrenndlichentließen.
Das Resultat meiner Nachforschung über diese Familie,welches freilich noch mancher Ergänzung bedarf, will ichhier kürzlich mittheilen.
Die Kochs sind Wohl schon lange, zum mindesten ananderthalb hundert Jahre, als Kvssathen in Klennow an-sässig gewesen, wie das dortige Kirchenbuch dies ausweisenmuß. Sie besaßen so viel Land nnd Wiese, daß sie einPferd nnd zwei Kühe halten konnten. Das Besitzthnmerbte bis jetzt immer vom Vater ans den Sohn und besaßes zu Ende des vorigen Jahrhunderts bis zum Jahre1821, wo er starb, der Großvater meiner Frau, dcr KossathCaspar Koch, geboren anno 1756. Er war verheirathetmit einer Tochter des Bauern Engel zu Roscnhagen, dieihn überlebte nnd gegen das Jahr 1835 gestorben seinmuß, da sie meine Frau, die damals zehn Jahre alt war,noch gekannt hat, und die ihr einen Koffer schenkte. Siewar eine reinliche, fleißige Frau, die ihre Wirthschaftordentlich führte nnd gut spann nnd webte. Der alteMann war geschickt in allerlei Handarbeiten nnd machtemanches Haus- und Ackergeräts) mit künstlicher Hand. Dasjetzige Wohnhans nnd die Scheune hat er bauen lassen.Es war im Jahre 1805, als ein schweres Gewitter überdas Dorf zog. Die Familie war in der Wohnstubedes früheren Wohnhauses versammelt, welches nebst derScheune da stand, wo jetzt die Scheune steht. Der Vater,sein jüngstes Kind auf dem Schöße, las im Pvrstschen Gesang-buche das Lied:
O Ewigkeit, du Domierwort!
O Schivert, das durch die Seele bohrt!
O Anfang ohne Ende!
O Ewigkeit! Zeit ohne Zeit!