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Am folgenden Tage reiste meine alte Wirthschafterinab und wir waren nun allein und richteten unser Haus-wesen ein, wie wir's fürs Beste fanden. Am nächstenSonntage wollten wir zusammen die Kirche besuchen. Alleinein starkes Sturm- und Regenwetter hatte den westlichenGiebel unseres Hauses so ergriffen, daß die innere Wand-beklcidnng mit großen Krachen abfiel und das Wasser der-maßen eindrang und die Kinderschlafkammer so voll Wasserwar, daß wir's mit Eimern heraustragen mußten. Essah wüst ans, zumal der Fußboden der Kammer Lehmschlagwar. Doch dankten wir Gott, daß keins von den Kindernbeim Herabfallen der Wand in der Nacht beschädigt war.Aber auch dieser Unfall und so manches andere, was derWinter mit sich bringt, störte unser Glück nicht, denn wirwaren zufrieden und meine liebe Frau hatte sich bald inihr Verhältnis; eingelebt.
Da sich nun hier ein Abschnitt meines Lebens ge-schlossen und durch eine Heirath neue Familienbande undVerhältnisse angeknüpft werden, so will ich zunächst Einigesaus der Familie meiner Frau schreiben.
XXI.
Die Familie Koch.
Es war am 12. October 1866, einem sonnigen Tagein dem überaus köstlichen Herbste dieses Jahres, als ichund meine liebe Frau uns auf den Weg machten nachKleinow bei Perleberg, um unsere dortigen nahen Ver-wandten zu besuchen, wie wir uns das schon seit Jahrenvorgenommen hatten. Unser Weg führte uns über dieDörfer Kehrberg, wo wir einen Halt machen mußten, dauns unser alter Freund, der Küster und Lehrer Schulz, diein diesem Jahre im Innern restanrirtc und nun eben fertiggewordene Kirche zeigte; dann nach Lindenberg, Garz undHoppenrade, einer Besitzung des Herrn von Freyer mit