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XIX.
Johann Ängnst Eckart.
August Eckart ist am 16. März 1834 zu Nordhansenin dcr Nenstädtcr Gemeinde geboren und am 1. Jnli inder St. Jacobikirche vom Herrn Pastor Bohne getauft.Er war ein recht unruhiger Junge, der unfern Eltern durchsein Geschrei viele unruhige schlaflese Nächte machte. Alser schon so kräftig war, daß er anfing zu laufen, ist ernur durch Gottes gnädige Bewahrung vom Tode errettet.Wir wohnten damals bei dem Destillateur Schilling. Inunserer Wohnstube aber war die Wölbung über dcr Keller-thür, der sogenannte Kellerhals, auf der ein Wandschrankstand, zu welchem vier steinerne Stufen führten. Unterhalbdieser Stufen stand Augusts Wiege, worin er noch immerschlief. Meine Eltern waren beide draußen beschäftigt undwir drei Geschwister in der Stube spielten. Der kleineAugust kroch die Stufen hinauf und ehe wir's uns ver-sahen, stürzte er herunter und fiel gegen die Wiege mitdein Kopfe, daß ein Stück von der Wiege abflog und erstill dabei lag. Wir schrien gleich und unsere Eltern kamenherbei und glaubten nicht anders, als daß er sich dasGenick abgebrochen habe; aber er war ganz unverletzt,Dank der schützenden Hand Gottes!
Ein ander Mal warf ihm dcr Sohn unseres NachbarsErdmann mit dem Boden einer Glasflasche gegen denKopf und er erhielt eine tiefe Wunde; doch waren keineedleren Theile verletzt, aber er mußte lange daran zubringenehe es heilte und behielt zeitlebens ein Malzeichen davonan dcr Stirn.
Seinen Schulunterricht erhielt er einige Jahre in derElementarschule im Waisenhause und dann bis zu seinerEinsegnung in der Schule auf dem Friedrich Wilhelm-Platze.
Am 16. April 1848 wurde er in der St. Jacobikirchevom Herrn Pastor Abel eingesegnet und kam bald hernachzu nnserm Vetter, dem Schuhmachermeister Hampe, in die