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Von der Schule hielt er uns unter keinem Vorwandead und freute sich, wenn wir etwas Tüchtiges lernten, daßer aber so gleichgültig darüber war, ob wir nach unsererConfirmalivn ein Handwerk lernten, hing wohl bloß mitden Verhältnissen zusammen, in denen er aufgewachsen war.Ganz das Gegcntheil davon war Mutter, die es herzlichwünschte, daß wir einmal in bessere Umstände kommenmochten. Sic ließ deshalb meiner Schwester Auguste dasNähen lernen; mein Bruder August wurde durch sie be-wogen, das Schuhmacherhandwerk zu ergreifen, und wiefreute sie sich, als die treue Hand meines Gottes mich inden Berns führte, ihm in dem Werke der innern Missionzu dienen, nachdem es nichts daraus geworden war, daßich ins Schnlamt treten konnte. Aber auch mein Vater,nachdem bei ihm der Gedanke erst überwunden war, daßes ohne unsere Mithülfe in seiner Arbeit nicht ginge, freutesich doch nachher auch darüber, daß es so gekommen war.Ausgesprochen hat er dies zwar nicht, aber aus seinenBriefen war seine Herzensfreude darüber herauszulesen,und als ich ihn nachher einmal besuchte, war er so gerührt,daß ihm die hellen Thränen im Auge standen.
Gelesen hat er nicht viel, manchmal in der Bibel undim Gesangbuch. Da er kein Freund von politischen Neuig-keiten war, so las er auch keine Zeitung, wohl aber dasJntelligenzblatt. Als ich ihm später ein Gebetbuch: Tictzensgeistliche Wasserquclle, schenkte, so schrieb er mir, daß diesliebe Buch fortan eine rechte Erquickung für ihn sein solle.Die Predigt des Gotteswortes hielt er lieb und Werth.Ueber seine innere Herzensstellung hat er sich niemalsgeäußert; er machte über Glaubenssachen nicht viel Worte,er glaubte einfach dem gepredigten Worte und ich habeniemals einen Zweifel von ihm darüber gehört.
lieber 30 Jahre hat er sein Amt als Diener an der St.Jacobikirche verwaltet zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten,weshalb es dieselben auch seinem Sohne wieder übergaben. Erwar darin bis auf die Minute Pünktlich und führte dieses kleineAmt mit großer Treue, auch als es ihm schon sauer wurde.