aber so gefügt, daß mein Brnder sich im August 1858verhcirathet hatte, so daß er n»d seine Fran meinen Elternhelfen konnten. Die Kräfte meines lieben Vaters nahmenimmer mehr ab und im Frühjahr 1860 wurde er so sehrkrank, daß er das Bett nicht mehr verlassen konnte undwegen großer Schwäche ans dein Bette gehoben werdenmußte. Doch der barmherzige Gott machte es gnädig mitihm und schenkte ihm nach vielen Schmcrzcnstagen undNächten, wo er des Schlafes entbehren mußte, in den letztenTagen seiner Krankheit einen festen Schlaf, aus dem ernur schwer zu wecken war. Sonntag, den 11. März, schienes sich mit ihm zu bessern, aber der Arzt hatte meinemBruder erklärt, daß es nur noch einige Tage höchstensdauern würde, und am Sonntag Abend verfiel er auchschon wieder in seinen Znstand und am 14. März Morgensentschlief er ruhig und sanft zur schmerzlichen Betrübnißmeiner lieben Mutter und unser aller. Daß er aber auchnoch stark an uns gedacht, ging daraus hervor, daß ich ihnin der Nacht des Tages, an welchem er starb, im Traumesah, wie er bleich und voll Schweiß nach unserm Hansekam, und zwei Tage darauf erhielt ich die Todesnachricht.Am 17. März 1860, an einem Sonnabend, Nachmittags3 Uhr, haben sie ihn zu seiner Ruhestätte auf dem Nen-städter Friedhofe gebracht. Ich konnte leider! wegen derungünstigen Jahreszeit nicht zu seinem Begräbnisse kommen.Ruhe im Frieden, lieber Vater!
Mein lieber Vater, dessen Heimgang der Mutterund uns so schmerzlich war, war ein Mann vonmittlerer Große, 5 Fuß 6 Zoll hoch und schlank ge-baut, starkknochig, aber schmächtig, besonders im Gesichthager und blaß. Die großen braunen Augen blicktenruhig und fest, wurden aber im Alter unsicher undschwach, so daß er oft darüber klagte. Das schwacheschwarze Haar bedeckte er mit einer Sammetkappe,die er auch in der Kirche aufbehalten mußte. Sein Gangwar sicher und fest, fast soldatenmäßig; seine Kleidungeinfach aber äußerst accurat, er konnte es nicht leiden, wenn