Unsere frommen Vorfahren wählten sich zu GottesLobe gewisse Lieblingssprüche, Symbola genannt, die sie,wie im Herzen, so auch im Munde zu führen pflegten undauch oft an ihre Wohnungen, Geräthe und in ihr Wappenschreiben ließen. Machen wir's ihnen nach, das ist einegar löbliche und liebliche Art und Weise, die leider immermehr verschwindet.
II.
Reber Wohnort und Beschäftigung unserer Vorfahren.
Die früheren Wohnsitze unserer Geschlechtsvorfahrenist uns jetzt anzugeben nicht mehr möglich, da uns darobfast alle Nachrichteil fehlen und würden auch weitere Nach-forschungen kein bestimmtes Resultat liefern. Doch scheintes, daß das alte Sachsen und Thüringen ihre Heimathgewesen ist, wenigstens weisen die Sagen und einige Orts-namen, namentlich das Städtchen Eckartsberga mit seinemalten Schlosse, der Eckartsburg, worin sich jetzt einRettungshaus für verwahrloste Kinder befindet, daraufhin. Auch ist der, meines Wissens nicht sehr häufiganderwärts vorkommende, Geschlechtsname Eckart in ge-nannten Landstrichen noch am meisten verbreitet. DerZweig dieses Geschlechts, von dem wir abstammen, wohntenach dem 30siihrigen Kriege in der alten Grafschaft Stol-berg. Mein seliger Vater hat diese Nachricht von meinemGroßvater als fest verbürgt überkommen und mir dasselbeoft erzählt. Dieser Nachricht zufolge ist das jetzige Kirch-dorf Schwende bei Stolberg in der jetzigen GrafschaftStolberg-Stolberg der uns bis jetzt bekannte älteste Wohn-ort unserer Familie. Von da zogen diese Eckarts nach derder alten Freireichsstadt Nordhausen. Diese Uebersiedelungist ungefähr um das Jahr 1690 geschehen. Das Kirchen-buch in Schwende, falls dasselbe bis in diese Zeit reicht,müßte darüber näheren Aufschluß geben. Ich habe mich