Druckschrift 
5 (1859) Urkunden der fränkischen Linie : 1378 - 1398
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

der teil also geschehen: welches lant oder welcher teil pesser wer, dann derander, So sal dem pessern teil abgenomen, vnd dem mynnern teil zugegebenwerden mit Slossen, Gutern vnd Nuczen, die dem andern lande vnd teil, denzugegeben sal werden, allergelegenlichste vnd dem andern teil vnschedelichstesein, nach Rate vnd heisse der forsten, herren vnd vnserr SüneRate, oder dezmerern teiles vnter yn, die sie zu denselben zeiten vngeuerlichen dapey gehabenmügen. Mit namen sal der Weinzehende zu Wisembrunne vnd die weingulte zuläczingen zu dem obern lande gehören. Die weile auch die obgenanten vnserSüne vngeteilet sein, So sal irr einer on den andern dlieinerley ledig vnd ver-fallen gut nicht leihen, noch dlieinerley erblich gut vergeben. Waz sie auchleben auzwendig dem lande leihen, dieselben sullen sie beide mit einander vndeiner 011 den andern nicht leihen. Mit namen so haben wir geteidihget vndgeredet, Daz die Burggraf schaffe, daz Gerichte vnd Zolle daselbest, vnd alledorffer vnd guter, die zu derselben Burggrafschaft gehören, bei den vorgenantenvnsern Sunen vngeteilet sullen beleiben, Auzgenomen beider Weide zu Nur'em-berg, die mit allen nuczen vnd Wiltpenn bey demnydern lande beleiben sullen;Doch mügen die von Beyerstorff Zyminer liolczes ir notdurfte auz dem Waldein sant Sebaldes pfarre uff dem lande gelegen, nach eines forsters Rate, nemenvnd hawen. Auch sal der wiltpann uff dem Mark zu Beyerstorff zu dem obernlande vnd teil gehören. Ynd welcher Herre oder sein Jeger uff dem seinemlesset, derselbe herre oder sein Jeger mugen den hunden wol gerennen vndnach volgen in dez andern herren wiltpann, vnd daz sal einer dem andern nichtweren. Welclierley Bergwerg auch in vnsern landen zu disen zeiten sein, oderkunfticiichen dorynnen von Gütlichem gelucke funden wurden, In welchemlande oder teil daz wer, dieselben Bergwerg vnd waz nucze dauon mugengeuallen, dieselben sullen auch beider vnserr Sune sein vnd von in vngeteiletbeleiben. Wenn auch daz geschehe, daz vnser Sune geteilet lietten, So sullenin beiden iren teilen alle ire Slosz vnd auch offene hewser, die yettwederm mitteilen an sein geuallen, irr ieglichem gewarten vnd offenn sein zu allen irennoten, kriegen vnd gescheiten, als ofte sie dez bedurffen, geleicher weise, alsdem selber, dem die Slosz mit teilen sein zugeuallen. Auch sal vnserr Suneeiner dem andern getrewlichen zu allen seinen kriegen vnd stoszen mit sein-selbes leibe, mit volle zu Zügen, zu Geseszen oder zu teglichen kriegen uffseinselbes koste sein beliolffen, wie daz dem andern allernuczlichst ist, oderim zu denselben seinen kriegen mag behelffen, genuczen A nd awzgetragen ongeuerde. Wurde auch ein Slosz oder mer gewunnen in dem nydern lande,darzu der obere dem nydern Herren wer beliolffen, Alsofte daz geschehe, dazsolte demselben herren dez nydern landes beleiben: Also, daz derselbe herre

20'

155