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2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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De» Aörper aber hat sie der Mutter der Erden vndt den Wurmm er-gebenn, will auch das derselbige Ehrist- vndt ehrlichem stände gemcs, dochohne vbermessiges gebrenge, zu grabe bestettiget vnndt doselbsten ruhenn, bisso lange sie durch Gott dem Allmechtigen am jüngsten Tage, benebon Allenandern christglaubigen, durch eine fröliche Auferstehunge vfferwecktt vnndt inihrem fleisch doch olariüoirst in den Lwigenn Himmels- vndt Freudennssaalverczugktt vnndt versetzt werdenn möchte.

Zum andern, weil sie von Gott in ihrem Ehestanndte, mitt ihrem liebenJuncker, im eingang gemeldett, mit dem sie eine friedliche vnndt geruhige Ehebesessenn, mitt dreyen Söhnenn aber keiner Tochter gesegnett, So hat sie ausgutem vorbedacht, vernunsftigk dohin gesehenn, das nach ihrem sehligenn Ab-sterbenn ihrer verlassenschasft halber, sonderlichen was zur weiblichen Geradevnndter adelichen standes persohnenn gehörig?, kein vnnöttiges getzenck erregett,sondern eine gewisheitt ihres eigendtlichen Willens vnndt Meinung hinter-lassen werde.

Derowegen vnndt aus erzehltten Vrsachen ist vor der Durchlauchtigstenvnndt Durchlauchtigen Hochgebornenn Fürstenn vnndt Herrn», Herrn» FriedrichWilhelms Vormundens vnndt der Thür Sachßen ^ckwinistrutoris vnndt HerrnJohannsenns, gebrüdere, Herzogen» czue Sachßen, Lanndtgraffen in Thüringenvndt Marggraffen czue Meißen» rc. vnnserer gnedigst vnndt gnedigen Fürstennvnndt Herren Euch verordneten Richter vnndt Schöpften Höchst vnndt Hoch-gedachten Ihrer fürstlichen Gnaden rechtmessiger weise gehegtton Landttgerichttszu Tamburgk erst erwenthe Fraw Tatharina von Tümpling?, gebohrene vonBunaw, persöhnnlichen neben dem Gestrenngenn Edelnn vnndt EhrenuestonLudewigk Sommerlattenn czue Molaw, Als ihrenn von der hohen Gbrigkeittordenntlicher vnndt bestendiger Weise bestettigkten vnndt oonürmtrtsn kriegischenvormundenn, heute cls,tc> erschienen» vnndt sich nach Art vnndt dieses Landt-gerichtts Herkommen durch ihrem Beystanndtt Ahndingen vnndt nachuolgendermaßen fragen auch was recht darauff von rechtswegen Ausczuesprechen bittennlassen».

Nachdem sie in ihrer mitt ihrem lieben Juncker Gto von Tümpling?gestanndener Ehe keine Tochter geziehlett, welche heutte oder morgen« nachihrem tode die Gerade, Morgengabe vnndt annders, so zur Weiblichen gerech-ttigkeitt gehörig?, erben möchte. So wehre Sie bedacht, vnndt darmitt nachihrem todte zwischen ihren Söhnen vundt nechsten gesxillinn solcher Geradehalben» sich keinn streit noch wiederwillenn ereugnen vnndt czutragenn,sondernn so uiel muglichen verhuettett werde möchte, noch Key ihrem Leben»eine Wüllkührliche clointicm vffczuerichttenn, ob sie auch solches czue thun gutfug? vnndt macht hette, vnndt mit ihrer begebunge vnndt vermechtnus, damites krafft vnnd macht, rechtlichen czuegelassenn werden köndtte, darauff voneuch Richter vnndt Schöpffenn dieses Fürstlichen Sechssischen Lanndttgerichttsvor recht vnndt rechtmessiger Weise erkandt vnndt ausgesprochen» werdenn:

Die weil offt wohlgedachtte Fraw Tatharina von» Tümpling?, geborenevon Bunaw, so Persönlichen erschiennenn, noch gesunden Leibes, guter ver-nunfft, frischer Gedechtnus, Auch zu Airchen vnndt strassenn gehen», Wandeln