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2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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bottig. Unnd so man aber Bedenckenn tregett, das man sich dem aldenpapistischen Gebranch nach durch den officiall zu Erffurt, der geystlichennGberkeytt, in den Besitz und posseß solch? Lehens auf dyße vorgehende desvon Tumplingks Resignation und Abtrettung zu installiren unnd einweyssennzu lassenn, darumb gedachter Neythart von Mola mein armer gebrechlicherSchwager samptt desselbigen ZVepb mein Schwester am lybstcn wolde, daß ge-dachter yhr junger Szonn zum Besicz des gemeltenn abgetrettenn und resignirtteuLehens durch des cristlichen loblichen Landtsfurstenn genedige Nochlassung undAuctoritätt kamen mochte, Luch der wegenn zu bittenn daß ir solchs gunstig-lichenn fördern waltet. Ist demnach mein ganczs freunthlichs unnd dinstlichsbittenn, ir wollet Euch in deni gutwillig erczeygen, auß gunstiger betrachtung,das gedachter von Mola alß ein armer gebrechlicher Man, der von der Stedtnicht kamen kan und sonstenn gancz geringens und wenigen Vermögens ist,gemeltenn seinen San zu dysen ehrlichen Vornemen nicht helfen kan, unnd dasauch das gemeltenn lehens Einkomen gancz geringe, wie es dan Tümpling?clsäuotis AsclueeuÄis nicht hoher dann auff fünf sl. des Iars über genossenn.Daß wirt vorgemelter von Mola und ich neben ym nach aller Vormoglichkeyttgevlissen umb euch vordinnen. Datum Sontags nach Limonis st lluclusL,o. sbo. tSSl»

Melchior von RreyczenDoctor zu Froburcke.

Außere Aufschrift:

Dem Hochgelartten und gestrengen Hern Eraßmo von Mingwicz, beyderRechten Doctorj und Tanczeller zu lveymar etc. meynem gunstigen Hern undSchwägern.

4. Wolf von Gottfarth auf Daasdorf an Herzog Johann Fried-rich in der Tümpling'fchen Vormundschaftssache.

Nov. fH.

Handschrift: an demselben Drte wie t5St Mai ^., Vriginal.

Durchlauchtiger, hochgeborner fürst, gnediger fürst vnnd herre! Eurenfürstlichen gnaden seint meine vnderthenige willige gehorsame dinste alezeitzuuor, gnediger fürst vnd herre! In kortzen tagen habe ich enern fürstlichengnaden schreiben vndertheniglichen empfangen vnd seines inhaltes vorlessen,darinnen bofonden, das Gßwaltes von Thumlinges nachgelasene witfraw beieuern fürstlichen gnaden vndertheniglichen angesucht, das euer fürstlich gnadeEristoffell Munich vnd mich ir zu formon geben vnd bestätigen wollen daseuer fürstlich gnade vff ir vnderthenigk ansuchen zu thuen befollen haben vndauch also geschehen ist. Nhun erkenne ich mich euern fürstlichen gnaden be-felich vndertheniglichen nach zugeleben, ich will aber euern fürstlichen gnadenvndertheniglichen nicht bergen, das Vßwaltes von Thumlinges, dem gott gnade,elfter söhn bei mir gewest vnd radt vnd beistandt gesucht als bei seinem ange-