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erscheinen konnte, wo er gehofft hatte, seinen Kaiserlichen Herrnnoch einmal von Angesicht sehen zu können.
Es gab Tage, wo er sich so wohl fühlte, daß er noch Plänefür die Zukunft machte. Der Aufenthalt aus dem über dem Saal-thale schön gelegenen Thalstein, mit dein Blick aus die baumreichenWiesen und die schön geformten Berge, that seinem warmen herzenund seinem gern Gott in der Natur bewundernden Auge wohl.Er fuhr und ging spazieren und war vom frühesten Worgcn an,noch bei Lampeuschein, thätig. Bis in die letzten Tage hineinließ er sich aus den predigten, Reden und Ansprachen vorlesen,welche auf dein Luthertag in Wittenberg vom (2. bis s^. Sep-tember (883 gehalten worden waren. Gustav Adolfs Spruch:„Der frommste Soldat, der tapferste Soldat" — war auch derseinige. Da die locale Ursache des Leidens gehoben worden war,so konnte von seiner Constitution erwartet werden, daß er wiederzu Kräften kommen werde. Allein am 3. Februar kam eine großeSchwäche über ihn. Nun legte er sich zu Bett. Er nahm dasheilige Abendmahl, verfiel in einen vierundzwanzigstündigen Schlaf,blieb aber völlig schmerzlos. Die letzten Tage schlummerte erviel; die Ruhe des Schlafes wurde nur unterbrochen durch Träume,welche ihn auf seine Schlachtfelder führten. Da commandirte erlaut — so noch eine Stunde vor seiner letzten. Nachdem er dieSeinigen gesegnet, ging er, indem der Bollmond die stille Nachtund das Gemach beleuchtete, am (3. Februar, bald nach Uutternacht,schlummernd zu seinem himmlischen Könige ein. Im Tode be-lebten sich von Neuem seine schönen Züge. Die Uniform seinesihm theuern Regiments wurde ihm angelegt und zum ersten Malschmückte ihn der Stern des Schwarzen Adler-Ordens mit Bril-lanten.
Am (3. Februar fand iu Thalstein die feierliche Einsegnungstatt, welche der Pastor von Wenigenjena vollzog (Urkunden-Anhang 63). Sodann wurde, auf den Wunsch der Wittwe, welche