Am (. April (779 war seine Mutter zu Sorna gestorben.
Wolf war ein stattlicher Offizier, groß und stark von Figur,ein schöner Mann mit regelmäßigen Gesichtszügen, witzig, originellund ein geistreicher, angenehmer Gesellschafter. Seine Originalitätund sein Witz ließen in seinen jüngern Iahren manche lustigenStreiche von ihm ausgehen. So ließ er einst einen zudringlichenGläubiger, der ihm auf die Stube gerückt war, mit der Auf-forderung auf den Tisch steigen, sich das Geld von dein Gardinen-brett, wo es aufbewahrt liege, herunterzuholen, da er in seinerParadeuniform nicht im Stande sei, hinaufzusteigen und ihm dieGeldrollen herabzulangen. Als aber der Jude oben stand undHals und Arm nach dein Gelds ausstrecken wollte, ward ihmsowohl dies, als auch das Herabsteigen vom Tisch von einemgroßen Hund (er hatte zeitlebens eine Vorliebe für große Hunde)gewehrt, der auf ein Zeichen Wolfs den Juden keine Bewegungauf seiner erhöhten Stellung vornehmen ließ. Zugleich verließ erunter dem Vorgeben großer Eile das Zimmer, das er denGläubiger beim Fortgehen zu verschließen hieß. Sobald aberdieser auch nur die geringste Bewegung auf seinem Tische vor-nehmen wollte, ward ihn: dies von dem gut dressirten Hunde insehr bestimmter Weise untersagt, so daß er regungslos ausharrenmußte, bis Wolf mit einigen lustigen Kameraden zurückkehrte undden zu seiner vorgeblichen größten Verwunderung noch immer aufdem Tisch stehenden Gläubiger unter den höflichsten Entschul-digungen befreite und ihn: die Schuld bezahlte. Auch später kamdiese Lust zu Pagenstreichen bisweilen zum Durchbruch. So be-schwichtigte er, als er von seinem Gute, um die Gxecution einerTodesstrafe mit anzusehen, nach Leipzig fuhr und einen zu gleichemZweck raschen Schrittes dahin gehenden, dem geistlichen Standeangehärigen, Herrn in seinen Wagen aufgenommen hatte, die vondiesem ausgesprochene Besorgniß, daß man zu spät kommen werde,dadurch, daß er ihm auseinandersetzte, wie die Hinrichtung vor