Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
344
Einzelbild herunterladen
 

- 3^ -

die Fahnen der beiden Bataillone gingen verloren. Hierauf ergabsich auch Germar, mehrfach verwundet, mit seinen 230 Mann.

Vom Tontingent Gotha waren verwundet und gefangen:Oberst von Henning, Major von Büna», die Tapitains von Spillerund Kretzschmar, Premier-Lieutenant und Regiments-Adjutantvon Seebach, Second-Lieutenant von Beust II., die Tapitainsvon Münch, Munder und Bube, die Premier-Lieutenants von Schau-roth I. und von Tümpling, die Second-Lieutenants von Schütz,Fleischmann, Gernand, Förster und von Gilsa gefangen und theil-weise auch leicht verwundet, nebst 3V getödteten, verwundetenund gefangenen Unterofficieren und Soldaten.

Noch in der Nacht vom 3. zum 6. August wurden die ge-sunden Officiere auf das Schloß Rodeneck im pusterthale, wo siestreng gehalten wurden, sowie am 6. August von den Blessirtendie Officiere nach Brixen und die Mannschaft in das in der Nähegelegene Hospital Neustift, die Gesunden der Letzteren aber in daspuster- und andere Thäler transportirt, wo sie zur Arbeit bei denEinwohnern vertheilt wurden. Nach einigen Tagen brachte man dieOfficiere in Bötzen, Meran und Innsbruck unter guter Behandlungunter, für welche Maßregel Andreas Hofer die Ehre gebührt.

Das herzoglich sächsische Regiment hatte fast die Hälfte seinerMannschaft verloren.

So scheiterte Rouyer's Unternehmen gegen Brixen. Dassächsische Regiment hatte er dabei gänzlich preisgegeben.

Lefebre eilte am 5. August mit seiner bayrischen DivisionKronprinz nach Sterzing, wo er an? 6. ankam und dem RegimentHerzöge von Sachsen in deutscher Sprache das höchste Lob spen-dete und erklärte, er werde gegen die Insurgenten gehen, seineGefangenen befreien und seinen Verlust rächen.

Das Regiment marschirte an demselben Tage noch auf denBrennerpaß und bivouakirte dort zwischen den? Posthause unddem Airchbaumer. Egloffstein bildete aus den Resten des s. und