— 2^7 —
Dessen gleichnamiger unmündiger Sohn war s7H-s gestorbenund des Letzteren Mutter, Christiane Magdalene geb. von Schön-feld, hatte das Schicksal gehabt, mit ihren drei Töchtern CarolineSophie, Christiane Johanna Magdalene und Friederike Augusteim Jahre s?45 in der Clster zu ertrinken. Schon s7HH, ams s. Juni, hatte der Hofrath Carl Gottfried Weidlich die beidenGüter von dem Aurfürstlichen Oberforstmeister Johann Trustvon Lichtenhain zu Draschwitz, wohl einem Bruder von JohannCarl, gekauft. Von Weidlich's Sohn kaufte sie nun Ludwig Otto,indem 2H00 Thaler auf das Inventar und die Mobilien gerechnetwurden. Ludwig Otto zahlte H000 Thaler baar, übernahm für8000 Thaler verfallene Steuerscheine und 9200 Thaler Schuldenund verpflichtete sich, den Rest von 3300 Thalern binnen sechsIahren zu zahlen.
Aönderitz umfaßte 5 Hufen 5 Acker oder 65 Acker freiesRittergutfeld, s0 Acker Wiesen, 6 Acker Hutweide und 25 AckerOber- und Unterholz.
Aönig Friedrich August konfirmirte den Aaufvertrag zu Moritz-burg am 23. September und schon am s7. November s?50 wurdeLudwig Otto vor der Aöniglichen Stiftsregierung und Lehnscuriedaselbst mit ihnen belehnt.
Der Besitz dieser Güter brachte ihm viele Sorgen, zumal dieAriege Friedrich's des Großen schwer auf dem Stifte Naumburg-Zeitz lasteten. Dazu kam, daß Ludwig Otto, wie er unter'ms0. Juli s75s aus Ttzoldshayn an Aönig Friedrich Augustschreibt,^ von Friedrich dem Großen nicht die Genehmigung zumVerkauf seines bei Tisleben liegenden Gutes Gorenzen, welcheser für s2000 Thaler verkaufen konnte, erhielt.^ Noch s762 hatteer diese Genehmigung nicht erhalten können.
^ Archiv des Vberlandesgerichts Naumburg a/T., Lchnsacta das Ritter-Guth Lzolshayn und Köndcritz betr., vol. VII, L. Nr. X, s. des Repertorium.
^ Gorenzen soll durch Testament seines Freundes von Zimmermann,nachmaligen «Obersten des Infanterie-Regiments Anhalt-Bernburg, des alten