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Mit seiner Schwägerin Katharina Sabina geb. von Grafenbeendete er, ebenso wie sein Bruder Georg Christoph, den überdas Testament Adam Friedrich'? entstandenen Streit durch denVergleich von: j. September (S. 203). So kriegerisch er inseinen jüngeren Iahren gewesen zu sein scheint, so friedlich ist seinLeben ausgeklungen. Er nahm sich mit Wärme seiner Stiefsöhnean, er hatte, wie der Pfarrer sagt, „eine rechte Christliche Seele",er erhörte die Wünsche vieler Nothleidenden und sorgte für seinenPfarrer. „Ich könnte gedenken sonderlich der alten auffrichtigenteutschen Treu und Redlichkeit, daß er ohne Falsch und ein rechterausfrichtiger Cavallier gewesen ... bey ihm mehr Demuth gewesenals bey manchen gemeinen unverständigen Bauern." Dabei seiendurch ordentliches Paushalten alle Aammern voll geworden.
Der Pfarrer rühmt auch von ihm, daß er ein steißiger Airchen-gänger gewesen. Der Weg nach der Airche sei zwar ziemlichlang, habe er öfters gesagt, „aber ich gehe ihm doch allezeit mitFreuden und thut mir hertzlich wehe, wenn ich wegen meinerSchwachheit zu pause bleiben muß" ... „Wie auffmerksam warer aufs jedes Wort, kein Schlaff kam in seine Augen."
Als er fühlte, daß seine Tage gezählt seien, kam er am23. November p s? in den Beichtstuhl und sagte dem Pfarrer:„Würdiger, lieber perr, ich bitte, ihr wollet meine Beichte zumletztenmahl hören." Den andern Tag sagte er ihm: „Ich dankemeinem lieben Gott, daß ich zum heiligen Abendmahl gangenbin, ich habe mich nun mit Gott und Menschen ausgesöhnet, undwenn der perr pfarr mein pertze sehen solle, so würde er gewahrwerden, daß nicht ein Fünkgen paß und Feindschafft mehr inmeinem pertzen ist, und daß kan er nach meinen: Tode allenmeinen gewesenen Feinden versichern, daß ich ihnen alles vonGrund meines perzens vergeben habe, ich hoffe sie werden esauch thun."