Das Testament vom Jahre (Sßf hatte die Mißstimmungder Brüder Adam Friedrich's erregt, welche behaupteten, daßnach einer Abmachung bei dein Verkaufe von Bergsulza AdamFriedrich verpflichtet gewesen wäre, an sie wenigstens seinen Theilan den Aaufgeldern, als Gelder aus dem Lehn, und das Heer-geräthe zurückgehen zu lassen. Georg Christoph und Rudolf Wil-helm II. erhoben daher im Jahre (SAH Alage beim Hofgericht ^gegen ihre Schwägerin und behaupteten, daß diese Adam Fried-rich's zehn Tage vor seinem Tode geäußerten Wunsche, seineBrüder zu sehen, nicht Folge gegeben habe.
Tatharina Sabina nahm den Streit auf und versah den Hof-gerichtsanwalt und Aostenschreiber Johann Peter Franke mit ihrerVollmacht, während ihre Schwäger den Hofgerichtsprocurator undStadtschreiber zu Jena, Adam Vater, bevollmächtigten. Im Ter-min vor dem Hosgericht am f. September wurde aber zwischenden Partheien, „angesehen Sie Vornehme von Adel und Verwändewarren", die Güte versucht und kam es „auf mühsame remonstrationdes Herrn Tommissary und Zu Vermeidung der Tyde" zu einemVergleich, wonach Tatharina Sabina, mit Einwilligung ihres Tu-rator, des Vr. Johann Justin Mühlpfort, Advokaten der Wei-marischen Regierung und des Hofgerichts, sich bereit erklärte, ihrenSchwägern für deren ganze Forderung 200 fl. zu zahlen und „ausguter affection" ihreni Neffen Georg Friedrich den silbernen DegenAdam Friedrich's zu verehren — was die Schwäger „in ansehungder anverwandniß und zu erhaltung künftigen guten Vernehmens"annahmen. —
Nach dem Verkaufe von Rausdorf und dem bald darauf(am 20. October (7P) zu Uhlstedt bei seinem Schwager Hüne-
* ksofgericht zu Jena, Altenburg, I^oo. tlH Nr. tS2q: „In Sachen GeorgChristoph von Tümpling zu Serba, Vbristwachtmeister, und Rudolph Wilhelmvon Tümpling, Toruet, zu Ncumark, e/s. Frauen Tatharinen Sabinen von Tümp-ling geborene Gräffin zu Raußdorf, ^uuo Ltiristi