Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
149
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Hannß Georg vom, Tümpling II. d."

Letzterer war so Jahre alt!

Hans Georg blieb es vorbehalten, den frühen Tod Thristian'sund den Untergang der Thüringischen Schenken zu Tautenburg imJahre s6H0 zu erleben.

Von s622s622 war er danndes Herrn Reußen zu GeraAuffwerther, ward wegen seines Wohlverhaltens allenthalben sehrlieb gehalten".

Im Jahre s622 am 2s. August hatte er, erst s8 Jahre alt,das Unglück, zu Bergsulza seine Mutter zu verlieren. In dem-selben Jahre nahm er unter derFürst!. Ober-Sächsischen Reu-terey Kriegs-Bestallung" an.

Der erste Akt des dreißigjährigen Krieges, die Bezwingungdes protestantischen Süddeutschlands durch die katho-lische Parthei, nahte sich seinem Ende. In der Schlacht amweißen Berge bei Prag, im Jahre s620, waren die Böhmen vonden vereinigten kaiserlichen und liguistischen Truppen geschlagen,der Protestantisinus in Böhmen ganz, die böhmische Nationalitätgroßentheils ausgerottet worden; nach nur einjähriger Herrschafthatte der zum böhmischen Könige gewählte reformirte KurfürstFriedrich V. von der Pfalz nach den Niederlanden fliehen müssen,die unter ihn, s603 gestiftete Union hatte sich s62s aufgelöst,Ferdinand II. hatte s622 seine Rur auf Maximilian von Bayernübertragen, Ernst von Mansseld und Christian von Braunschweighatten Deutschland räumen müssen.

Der zweite Akt, die Unterwerfung des protestantischenNorddeutschlands durch den Kaiser hatte begonnen. Derniedersächsische Kreis rüstete s625 unter Christian IV. von Däne-mark als Kriegsobersten, Mansseld kehrte zurück, während Albrechtvon Waldstein, Herzog von Friedland, neben den Liguisten unterTilly gegen Norddentschland vorrückte.