^9 —
Georg Steinbeis init der Führung seiner Sache. Am 5. März(6(7 theilt er dann dem Hofgericht mit, daß er nunmehr seinenBeweis in vorstehender Sache „verführet vndt so weit gebrachtdas deßelben Publieation uff negstes Hofgcricht Oouli füglich ge-schehen kau." An? 5. Vecember (62( endlich erinnert er das Hof-gericht daran, daß die Publikation des Endurtheils in dieser Saches. Z. wegen „manglung etzlicher Herren Aßeßorn an? Hofgerichtt"aufgeschoben worden sei, und da dieselbe „vermöge der Arten vndtTage Zettel fast die Elteste vndt lengste fache so darinnen vor-blieben" und die Jagd nunmehr am Besten anginge, so bittet er„zum aller vleißigst", das Hofgericht möge in diesem Hofgerichtdas Urtheil eröffnen. „Solches bin vmb dieselben Ich bestesVleißes vndt gehorsamblich Zuuordienen jeder Zeit Willigk." —
Wie es damals Sitte war, die Junker zu ihrer Ausbildungfrühzeitig als Pagen hinauszusenden, so that es auch Hans Os-wald mit seinen Söhnen. Wir wissen, daß sein zweiter SohnOtto Friedrich (6ß) mit so Iahren Page in Altenburg und daßsein dritter Sohn Rudolf Wilhelm I. (70) mit (3 Iahren Pagein Glauchau wurde.
Was seinen ältesten Sohn Hans Georg (63) betrifft, so heißtes von diesem in seiner Leichenpredigt: „Weil, wie bey dem ganzenTümplingischen Geschlechte, also auch bei ihme insonderheit einfein höflich und heroisch Gemüth sich ereignet, hat Ihn sein lieberVater seel. im (3. Jahr seines Alters am Schenk- und freyherr-lichen hoff nacher Brießnitz abgefertiget, da Er dem Herrn Schenkenvier Jahre vor einen Pagen gedienet und auffgewartet" — alsovon (6(8 bis (622. „Bald darauff ist Er des Herrn Reußen zuGera Auffwerther worden, do er auch fast zwei Jahre oommoriret,ward wegen seines Wohlverhaltens allenthalben sehr lieb gehalten."Nachdem er dann im Jahre (623 (in welchen? er seine Mutterverlor) „unter der fürstl. Ober-sächsische?? Rcuterey Rricgs-Bestallung
angenommen und als er nach Vollendung dieses Ariegs abgedancket
?o»