und sodann die Geschichte des noch blühenden Hauses Sorna <Lj,einschließlich der Darstellung des Lebens Veit Ludwig's und der8 Geschwister Georg Wolf'sl., folgen lassen.
Über Hans Oswald's Jugend ist fast nichts bekannt, Ini hrer letztwilligen Verfügung vom s. März säßß (S. svs) rühmtaber seine Mutter von ihm und von seinen Brüdern, sie hättensich von Jugend auf „Alles kindlichen gehorsambs, Liebe vnndttrewe beflissen, wie frommen Gottesfürchtigen Rindern wohl ahnn-stehett, eigenett vnndt gebührett, welches sie mitt Wahrheit andersnicht sagen könne."
Auch zu seinen Brüdern scheint sein Verhältniß ein gutesgewesen zu sein. Wir sahen wenigstens (S. 3ß), daß sein Halb-bruder Wolf Christoph I. und sein älterer Bruder Georg Otto inder zu Tümpling vollzogenen Vergleichung vom 22. März s606„zu erhaltung vnnserer briiderlichenn einigkeit" ihm, wie RudolfAlbrecht, für den Fall des Todes des Vaters 300 fl. im Vorauszusagten. Aus der Begründung dieser Vergleichung scheint hervor-zugehen, daß Hans Oswald, im Gegensatz zu seinen älterenBrüdern, in seinen jungen Iahren sich nicht dem Rriegshandwerkhingegeben hatte.
Nachdem der Vater, 80 Jahre alt, am s2. Februar s6s0 zuTümpling entschlafen war, wurde sein Testament am 2 s. Märzzu Altenburg eröffnet. Hierbei waren nur die drei jüngeren SöhneOtto's persönlich anwesend. Sie vertraten zu gleicher Zeit ihrenältesten Bruder Wolf Christoph, welcher, damals wohl schonkrank, am folgenden 26. April, ungefähr 50 Jahre alt, mit Hinter-lassung seiner Ehefrau, Anna Christine geb. von Hausen a. d. H.Lützel-Sömmern, und dreier unmündigen Rinder, zu Leislau starb.Außerdem waren als Vertreter ihrer beiden Stiefschwestern WolfChristoph von Weidenbach und Christoph Otto von Elben (vergl.die Elben'sche Stammtafel bei Georg Christoph von Tümpling,eap. V) gegenwärtig. Ersterer, damals Stallmeister zu Altenburg,