Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
94
Einzelbild herunterladen
 

- 94

Original-Schuldbrief vom (. Mai (am Tage ^ValpurAis) (33 (, inwelchem die Vormünder bekennen, daß Hugo von Schönburg-Glauchau-IValdenburgUnnserm Herrn Rlundelein und gnedigennHerrn nnt unnsernn vorbewust unndt einbewilligunge" 2000 fl.gegen Z°» geliehen habe, und zwar sogar sv. gegen Verpfändungihrer, der Vormünder, eigenen Güter, allein derselbe ist wederunterschrieben, noch besiegelt, obgleich es in der Urkunde heißt:Dessen zu Uhrkundt haben nebenn obwolgemelts Herrn SchenckenSecret unndt darunder gestelten Handschrifft wir für erwehnts Vor-nrunden unsere angeborne jDitzschaffte wissentlich uff dießen brieffgetruckt unndt unßen aignen handten . . . unndterschriebenn".

jedenfalls scheint das Verhältniß von Georg Schenke zu Ottokein freundliches gewesen zu sein. So beklagt er sich <l. cl. Frauen-prießnitz (6. October (33( bei seinem anderen Vormund Heßlerdarüber, daß Otto seinem Jäger verboten habe, im (DrießnitzerHolz,so denen von Bünau zustendigk gewesen unndt nuhmehrder von Thumplingk Eine Summa geldes darauff geliegen", zujagen, obgleich die Schenken dazu allezeit berechtigt gewesen wärenund er vielmehrin Hoffnung gestanden, ehr soltte als unß undunser geliebten bruder Vornrunde uns bey alter gercchtigkeitt helffenerhaltten als daran zu hindernn und darvonn selbsten zu weißen".Heßler antwortete Tags daraus, daß er Otto ersucht habe, sichdeßwegen mit ihm in Trebra zu besprechen.

Ts ist hier daran zu erinnern, daß Otto schon im Jahre (380mit denr prießnitzer Holze, welches er Heinrich von Bünau zuTrölpa abgekauft hatte, belehnt worden war und daß er das Rechterlangt hatte, es selbst zu besagen.

jm jähre (332 waren alle vier Brüder außer Landes, dieVormünder bekennen daher am 2H. juli, daß sie vor den kur-sächsischen Rächen zu Merseburg um die Belehnung derselben nntden vom Stift zu Lehn gehenden Gütern ihres Vaters gebetenhaben und daß diese ihnen bekannt worden sei.