Auf dem Rande des Schreibens findet sich bei der Bitte, denLeibgedingsbrief auf das Jahr (56 ( vorzudatiren, die Bemerkung:Ron äeost.
Am (3. Juni (566 reichte Johann Friedrich der Mittlere zuGrimmenstein Eatharina das Gut Stöben zu rechtem Leibgut.Als Zeugen erscheinen Georg von Harstall, Amtmann zu Areuzburgund Gerstungcn, Humprecht Treusch von Buttlar u. a. (Urkunden-Anhang 9.)
Vorstehender Leibgedingsbrief, welcher in den Akten ^5tol. ZV'', cnp. II, Nr. 2^3) als Eoncept erscheint, ist übrigens wohletwas später, als am (3. Juni, ausgefertigt worden, denn es findetsich an derselben Stelle noch ein Schreiben Otto's vom (5. Juni(Sonnabend nach Drinitatis) (566 an den Herzog, in welchem esheißt: ... „Meinner underthenigsten Suchung und Bitt die beleib-dingung meines lieben eheweibs belangende wissen sich Ew. fürst-lichen Gnaden sonder zweivel gnedigst zu erjnnern. Weil es aberzu Bestettigung derselben an fernerem Bericht in etlichen punctengemangelt Nemlich us was gutern die geschehen solle, welcher-gestalt unnd was meines Weibs einbringen gewesenn, thue Euerurstl. Gnaden ich dieselbe begerte puncten mit unterschiedlichembericht uff beyliegenden Vorzeichnus (nicht mehr vorhanden) unter-thänigklich übersenden und ist mein angeheffte demutige Vitt, Ew.furstl. Gnaden wollen nach Inhalt desselben diese meine Vorsehunggegen meinem weybe jn Ew. furstl. Gn. Eanczley ferttigen undaus dieser Ursachen Im Dato des 56. Ihars volcziehen und nam-haftig machen lassen dann mir die jherliche pennsionn von meinesWeibes Erbe und einbringen von bemelten 56. Ihare ahn, dasseindt zehen ganczer jhar, furenthaltenn wordenn, weil die Leibdin-gunge (die in Ew. furstl. Gnaden Eanczley durch mich vor zehenIharenn — er hatte sich also (556 zum ersten Mal vermählt —gesucht worden) mitler Zeit auß Vorhinderung anderer wichtigerHoffsgeschäfft nicht jnns Werck gebracht noch vorhanden gewesen.