— 32 —
Nr. ((639). Desgleichen erscheint er (339 am (H. Juli als Lehns-träger in dein Lehnbriefe der vier Löhne jenes Georg über dasRöblitzholz, nachdem er, wie wir später sehen werden, deren Mit-vormund gewesen war. (Geh. Haupt- und Staatsarchiv Weimar,Originalurkunde, und Hauptstaatsarchiv Dresden, Ritterbuch derHerrschaft Tautenburg, (389, (H636, Bl. (( — Urkunden-Anhang (H.) —
Wir wenden uns nun zu dem ersten Schritt Otto's, mit welchemer den Grund zu dem ansehnlichen Grundbesitz seines Geschlechteslegte. Aus seinem Schreiben vom 6. September (360 anHerzog Johann Friedrich den Mittleren sahen wir, daß er damalsschon Stöben gekauft hatte, was er „fromen leutten, die mir darzugeholffen vnd gedienet, zu dancken."
Stöben liegt unterhalb Tümpling an der Saale, aber an derenlinkem Ufer. Ts ist eins der ältesten Dörfer in der GrafschaftTamburg, schon 999 wird es erwähnt; die dortige Airche (eoolesiaLtuveuo) erscheint schon ((2( als dein Augustiner-Aloster Neuwerkbei Halle zu Lehn gehend. Sie war um das Jahr (000 gegründetund, nachdem Markgraf Gero ('s 965), erster Graf von Tamburg,ihr einen Arm des heiligen Cyriakus gewidmet, diesem geweiht.(Die Abbildung ihrer Trümmer S. 68 Bd. I.) Wir sahen, daßOtto's Vater, da sie (32H zerstört worden war, sich vor ihr, deralten Begräbnißstätte unserer Vorfahren, hatte begraben lassen(S. 232 Bd. I).
In Stöben liegt ein schon (033 erscheinender Siedelhof, d. h.ein freier adeliger Hof. Schon Oswald's, des Großoheims vonOtto „altcyldern" (also mindestens schon (H00) hatten, ebensowie Oswald selbst, in Stöben eine Fischweide mit einem Garten,mit Weiden und mit einem Wiesenfleck von: Aloster zu Bürgel zuLehn (S. (73 Bd. I). Auch standen den Tümpling die Trbgerichteim Dorfe zu. (-(92 war Oswald auch in seinem MeißnischenLehnbriefe über Schinditz mit einem Freifischhause und einer Fisch-