Druckschrift 
6 (1860) Urkunden der fränkischen Linie : 1398 - 1411
Entstehung
Seite
522
Einzelbild herunterladen
 

Richs Hoffgerichte besessen haben zu Heidelberg in der Bürge uf dieszen Tag,Als dieszer Brieff gegeben ist, vnd das für uns quam daselbst in Gerichte derHochgeborne Bürste, Her Friedrich Burggrave zu Nürmberg, von sinen unddes Hochgebornen Fürsten Herrn Johannszen Burggraffen zu Nürnberg, sinsBruders, wegen, und mit sinem ganzem und vollem Gewalt, und bracht fürund liesz ouch da leszen und verhören einen Brielf, versiegelt mit des vor-genannten Hoffgerichtes Cleinern ufgetrucktem Insiegele, der von Worte zu

Worte geschrieben stund und lutend was also: "")

Vnd do der vorgeschrieben Brieff Also vor uns in dem vorgenanntenHoffgerichte geleszen und verhört ward, do legt uns für durch sinen Für-sprechen der vorgenannt Friedrich, von sinen und des vorgenannten sinsBruders wegen, Also: Als in dem vorgeschrieben Brieffe wol verhöret were,wie Sy uff dy Sloss und Ire Zugehörunge in demszelben Brieff begrieffen ge-claget hetten und noch fürbasser clagen wolten, Also liett unszer obgenannterHerre der künig, von seinen besundern königlichen Gewalt, uf den Mitwochennach Sant Jörgen Tage nechst vergangen Ir clage ufgeslagen bisz uf Pfingstennechste vergangen, doch unschedlich ydermann an sinem rechten; und werSache, das die Hochgebornen Fürsten, Herr Friedrich und Her Wilhelm Marg-graven zu Myssen und Landtgraven in Doringen, die ouch In und den ege-nannten Herrn Johannszen sinem Bruder an den vorgenannten Slossen undIren Zugehörungen Irrten, dem vorgenannten unszerm Herrn dem künigZwischen dem vorgenannten Mittwochen und den egenannten Pfingsten ver-schrieben, das Sy mit denszelben Burggraven einen fruntlichen Tage, darumbIn unszer Herre der künig dazumal auch verschreib, leisten wolten zu Wirz-burg vff sant Johannsz Baptiste Tage nechst kommende, so solle der vor-genannte Yfslag volle weren bis uff unszer Frawen Tag Assumptionis, derschierist kumpt; Wer aber, dasz dieselben Marggraven solichen Tag nichtleisten wollten, so möchte nach den vorigen Pfingsten ydermann sins rechtenvor dem egenannten Hoffgerichte fürbasz warten und das suchen und triben,als recht were, und solt auch alszdann der vorgenannte Vfschlag ydermannunschedlich sin An sinem rechten, wann nu die vorgenannten Marggravendem ehgenannten unszerm Herren dem Künig dem vorgenannten Tag in IremBriefe abgesetzt hätten, Als der vorgenannt Burggraff Friedrich von dem-szelben unszerm Heren dem künig verstanden hette, Als er fürgabe, vndwann ouch die egenannten Pfingsten nu vergangen weren und darumb ouchder vorgenannt Vfschlag usz were, darumb stund er da, von sinen und desvorgenannten Burggraven Johannszen sins Bruders wegen, und bete, nachLute des abgeschriebenen Brieffs und ouch Ir beder Clage, Gerichts und

522