20. April 1404.
Wir Fridrich von gots gnaden Burgkgraue czu Nüremberg, Bekennen füra us vnd all die vnsern, vnd tun kunt olfenlichen mit disem brief Allen den, dieIn sehen oder hören lesen, Ymb solch stosz, prüche, miszhellung vnd czwitraht,als gewesen sind biz her czwiselien vns vnd den vnsern auf ein seiten, vnd denErbern weisen Bürgermeistern vnd burgern des Rats vnd der gemaine gemein-lichen der Stat czu Rotemburg auf der Tawber vnd den iren auf die andernSeiten, daz das alles gütlichen bericht vnd verteidingt ist worden in der weise,als hernach geschriben stet vnd begriffen ist. Czum ersten, so sein wir vnd sievberein worden, daz darczu gegeben sind der Edel herre, her Fridrich Schenckeherr czu Lympurg, vnsers herren des Römischen künigs hawbtman der eynungczu Francken, vnd Heinrich Toplcr Burger czu Rotemburg, Also, daz die czwenals ein man sein stillen, vnd sol yede partey czwen irer Rete, oder wen siewollen, darczu seczen, vnd waz wir egenanter Burggraf fridrich czu der vonRoteinburk Comune gemainlichen czesprechen haben, daz vns, vnser herschaft,oder die vnsern, oder erb vnd eygen anrüret, waz dann dieselben vier vnd dieczwen als ein man mit ir beyder wiszen vnd willen mit der mynne oder mitfreuntschaffte abgetragen vnd gerichten mügen, da sol ez bey beleiben, wazsie aber niht mit der mynne vnd freuntschaft mit ir beyder wiszen vnd willenabgetragen mügen, da sollen sie oder der merer teil vnterln ein ffeuntlich rehtvmb sprechen, vnd waz sie dann czu dem rehten darürnb erfinden, do sol ezaber bey beleihen. Wer aber, daz sich der vorgenant her Fridrich Schenck vndHeinrich Topler in dem rechten czweiten vnd niht vberein werden möchten,also daz nilit ein maistes vnter den Sechsen were, in welchem stück das wer,So solt wir vorgenant Burgraf Fridrich einen nemen awsz dem Rate czu Nürem-berg, welchen wir wolten, vnd ob der des niht tun wolt, So solt wir einenAndern nemen ausz dem Rate doselbste czu Nüremberg, aber welchen wirwolten, als offt des note geschehe, doch welchen wir aber also nemen, dersich des vnterwindet, der sol dabey beleiben. In welchen stücken sie danngeczweyet werden, als vor begriffen ist, alslang biz die richtigung ein endenymt, Vnd waz dann dieselben oder der mererteil für ein recht sprechen, do solez bey beleihen. Gleicherweise waz die von Rotemburg czu vns vorgenanten
CCXL.