Von dem Ronigreick Spanien.
Die Kirch ist ein über die mästen schöner Bau/mit vortrefflichen Schilde-reyen/und einer gro sen Anzahl von Metall gegossener übergüldetcr Bilder die allegantz künstlich ausgearbeitet/angefüllet und ausgeschmücket- Die Capel! oderpas Äewölb vi-elmehr benebenst denen beyden Thürncn, so man zu ihren Seichendes Portals st het/zieren den aussrn Theil auff das allerbeste : Die Schön, undHerzlichkeit aber von innenher bestehet absonderlich indem hohen Altar und derCapellcn / welche das l^nrbcon genennet wird.
Der Altar der mit vier Rcyhen schön ausgearbeiteten Jaspis Säulen ge«zieret stehet stebenzehen Staffle«/ die alle von Porphirstein / höher als der Boden/der Kirchen an sich sechsten: Das Heiligthum ist mit einer unzehlbaren Mengehellglänzender Sternen bereichert / dessen Sonncn-Geftalr/welche das Heil.Sacrament in sich enthält / mehr als fünffhundert tausend Reichsthaler werthseyn solle: Und die Sacristey in deren man eine unglaublige Anzahl allerhand vonGold und Perlen gestückter AltarS Zierrathen/von Kelchen und andern Gefäs-sen/die eines hohen Preises/ von Leuchtern die nicht geringer zuschätzen, und insge»meinvon allem was zum allerqrösten Schmuck undGcbrauch der Kirchen erfor«'Wwird/sehen mag/der allerreichsten eine in gantz
Das l^anrliLon,welches pbill^us IV. aufführen lassen / und woselbst die Kö-che von Hispanien beygesetzt zu werden pflegen / ist eine unter dem grossen Altargewölbte Capellen/die ihren Nahmen von dem pambevn zu Rom/sonsien i-a xia-llonna äLlla Kami^a genannt/weiln sie derselben gleichförmig nachgebauet wor-den/überkommen hat.
Man siehet darinnen die Ehrcngedächtnüsse des Kaysers LaroU v. unddreyer Philipsen die ihm nach einander gefolget / welche zur rechten Hand desEvangelii auffger-chter stehen/und ruhen zur andern Seite dieKayserin 15-lbAIaMPortuqall/nebst denen Königinnen/Anna/ Margaritha undJlabella.
Es sind auch noch in dem Escurial über das drey lZchliorKc^uen / die ausmehr als achtzehen tausend Bänden / und unker denselbigen sehr vielen ArabischenUznulcn>zten bestehen.
Das gantz? Gebäu enthält in allen stebenzehen Creutzgänge / 22. Höfe/11000. Fenster 8Qs. Säulen/uno mehr als i;o. Geistliche Ordens-Persohnen/welche über z oooo. Reichsthaler Einkommens haben/in sich.
5. 16.
Von deck Zustand des Königreichs Spanien.
kT^Ie Lufft in der gantzen Landschafft ist absonderlich gegen den MittägigenTheil über alle Massen warm. Das Erdreich insgemein zumahln auf den /'Ebenen, welche sich mitten im Lande befinden / gewaltig fandicht / und mit
(Qqq) Z emer